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Erbrecht - was steht den Kindern aus erster Ehe zu?

05.10.2009 19:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow


Sehr geehrte Anwälte,

Meine Mutter hat 1978 wider geheiratet. Mit diesem Mann (Mein Stiefvater) Finanzierte sie sich bei einer Bank ein Haus.
Meine Mutter hatte zur der Zeit kein Vermögen und ist auch in der Ehe nie Arbeiten gewesen, hatte also keine eigene Einkünfte Mein Stiefvater war Frührentner und erhielt nur seine Rente.
Mein Stiefvater verstarb 2006. Da mein Stiefvater noch eigene Kinder hatte, fechten diese jetzt ihr Erbe an.

Meine Mutter hat die Voll Finanzierung mit Unterschrieben und war auch mit Kreditteilnehmer. Im Grundbuch ist sie zur einer Hälfte mit eingetragen.

Meine Fragen: Was steht den Kindern aus erste Ehe zu? bzw. meiner Mutter

Ist es von Bedeutung, das meine Mutter keine eigene Einkünfte hatte? Und Gibt es ein Paragraphen dafür?



Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus

Mit freundlichen Grüßen



Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:


Ich gehe in der vorliegenden Berechnung davon aus, dass zwischen Ihrer Mutter und Ihrem Stiefvater keine Ehe in Gütertrennung bestand, sondern der Normalfall vorlag, dass eine Zugewinngemeinschaft – also auch eine Gütergemeinschaft bestand. Dies ist zumindest immer dann der Fall, wenn bei der Hochzeit nichts anderes vereinbart wird.

Sodann ist es gem. § 1931 I BGB so, dass Ihre Mutter neben den Abkömmlingen Ihres Stiefvaters (also den unehelichen Kindern) zu einem Viertel als Erbin berufen ist.
Dies bedeutet dann in Bezug auf das Haus, dass von der Ihrem Stiefvater gehörenden Hälfte Ihrer Mutter ¼ und den leiblichen Kindern insgesamt ¾ des Erbes zustehen.
Das gleiche Verhältnis ergibt sich bei allen anderen bei Ihrem Stiefvater vorhandenen Vermögenswerten.
Denn die Kinder Ihres Stiefvaters sind gesetzliche Erben erster Ordnung. Mit diesen Erben bildet Ihre Mutter sodann die sogenannte Erbengemeinschaft.

Anders wäre die Lage, wenn seitens Ihres Stiefvaters ein Testament vorhanden wäre, welches Ihre Mutter als Alleinerbin einsetzte. Dann wären die Kinder nur auf Ihren Pflichtteil (Hälfte des Teils, der ohne Testament auf denjenigen entfallen würde) beschränkt.

Der allgemeine Erbschaftsanspruch verjährt gem. § 179 BGB auch erst in 30 Jahren nach dem Erbfall, während der Anspruch auf den Pflichtteil bereits in drei Jahren ab Kenntnis vom Anspruch verjährt.


Ich hoffe Ihnen mit der Beantwortung weitergeholfen zu haben.


An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.





Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2009 | 13:54

Sehr geehrte Rechtsanwalt

Eine Frage ist noch offen, zwar Ist es von Bedeutung, das meine Mutter keine eigene Einkünfte hatte?
Die Gegenparteien stützen sich immer wider darauf, das meine Mutter ja nur von meinem Stiefvater gelebt hat und keine eigene Einkünfte hatte, also auch den Kredit nicht hätte mit abbezahlen Können .

Gibt es dafür ein § der das sagt, das das nicht von Bedeutung ist?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2009 | 14:32

Sehr geehrte Fragestelerin,

direkt einen Paragraphen gibt es für Ihr Problem nicht - es kommt aber stets auf die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse an.
Steht Ihre Mutter im Grundbuch, so ist sie auch zur Hälfte Eigentümerin am Grundstück und am Haus.

Im Grunde können Sie sich aber zurücklehnen bei dem Begehren der Kinder Ihres Stiefvaters. Denn diese müssen einen von ihnen behaupteten Anspruch darlegen und beweisen. Für das Begehren nach einem größeren Erbteil gibt es Ihren Angaben zufolge aber keine Anspruchsgrundlage.

mit freundlichen Grüßen
RA Drewelow

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