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Erbrecht - vermietetes Einfamilienhaus

21.04.2019 18:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Folgender Fall:

Herr X kauft in 02/2019 ein Einfamilienhaus. Der Kaufpreis ist vollständig bezahlt, sowie sind Besitz, Nutzen und Lasten an Herrn X erfolgt.

Die Vorbesitzer räumen und übergeben das Haus laut Kaufvertrag zum 30.05.2019.
Dieses Haus wird bis zum o.g. Räumungs- und Herausgabezeitpunkt befristet an die Vorbesitzer vermietet. (bis zum 30.05.2019.)

Herr X verstirbt in 04/2019.

Wird das Haus als vermietetes Wohnhaus in der Erbschaftssteuererklärung behandelt ? (10Prozent Abzug vom Verkehrswert)
Ist ein Nachweis erforderlich, dass das Haus weiter vermietet wird ?
22.04.2019 | 19:30

Antwort

von


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00 Hong Kong
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Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten möchte:

Rechtliche Einschätzung
Das Grundstück nebst Haus ist gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/13d.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 13d ErbStG: Steuerbefreiung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke">§ 13d Abs. 1 ErbStG</a> mit 90% seines Werts anzusetzen. Es kommt grds. nur auf den Zeitpunkt des Todes des Erblassers an.

Im Detail
Das Haus war zum Zeitpunkt des Todes vermietet. Dies muss (z.B. durch den Mietvertrag) nachgewiesen werden, ist aber auch ausreichend:

<a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/13d.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 13d ErbStG: Steuerbefreiung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke">§ 13d Abs. 3 ErbStG</a> sieht eine Begünstigung vor für Objekte, die "zu Wohnzwecken vermietet werden". Nach BFH, Urt. v. 11.12.2014 - <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2024/14" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 11.12.2014 - II R 24/14: Keine Steuerbegünstigung nach § 13c ErbStG für ein nicht vermiete...">II R 24/14</a> kommt es dafür auf den Zeitpunkt der Entstehung der Steuer an. Dies ist gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/9.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 9 ErbStG: Entstehung der Steuer">§ 9 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG</a> grds. der Todeszeitpunkt, außer es würde einer der dort genannten Sonderfälle vorliegen (bitte prüfen Sie das einmal, ich sehe hier aber keinen Anhaltspunkt).

Unstreitig war das Haus wirtschaftlich bereits an den Erblasser übergegangen, sodass er es auch vermieten konnte. An wen er das Haus vermietet, kann für die Steuer grds. keine Rolle spielen, da es nur auf die wirtschaftliche Betrachtungsweise ankommt.

Die Dauer der Vermietung ist dagegen unerheblich, insbesondere gibt es keine Behaltensfristen (Meincke/Hannes/Holtz <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/13d.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 13d ErbStG: Steuerbefreiung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke">ErbStG § 13d</a> Rn. 4). Ob die Erben das Haus dann weiter vermieten oder anderweitig nutzen, bleibt ihnen überlassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen,

RA Dr. Tim Greenawalt
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