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Erbrecht und Fakten und Fragen zur Erbschaft nach Vaters Tod.

| 08.10.2013 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Stuttgart, den 08.10.2013 (Dienstag)
Fakten und Fragen zur Erbschaft nach Vaters Tod.
Fragen an Erbrechtsanwalt im Internet, Dienstag. 08.10.2013

1.) Papa vor 4 Jahren gestorben. Kein Testament. 3 Kinder eine Ehefrau.
2.) Vor Tod! Haus (ca. 250.000 €). 50 Prozent Mutti und 50 Prozent Papa.
3.) Nach Tod? 75 % Mutti 8 1/3 % jedes Kind ?
4.) Vor Tod! 17 Garagen (Wert ca. 150.000 €). 100 Prozent Papa
5.) Nach Tod? 50 % Mutti und 16 2/3 % jedes Kind?
6.) Es existiert ein Erbschein und bis jetzt keine Grundbuchänderung.
7.) 1 Kind hat eine von allen unterschriebene Bankvollmacht.
8.) Muss nach spätestens 2 Jahren eine Grundbuchänderung erfolgen?
9.) Kann jeder Erbe ohne die Zustimmung der anderen Erben eine Grundbucheintragung des Status Quo beantragen und verlangen?
10.) Der Erbe der im Besitz des Original-Erbscheins ist will diesen für die Grundbuchänderung nicht einreichen.
11.) Ist der Original-Erbschein notwendig für die Beantragung der Grundbuchänderung?
12.) Kann von jedem Erbe ggf. eine Zweitausfertigung beim Nachlassgericht beantragt werden?
13.) Welche Kosten entstehen bei einer Änderung der Grundbucheitragungen für das Haus und die Garagen?
14.) Kann jeder Erbe nach der Grundbuchänderung über seinen Anteil frei verfügen?
15.) Z.B. Verkauf oder neue Grundbucheintragung durch Vererben zu Lebzeiten an das Kind?
16.) Was ist mit Mieteinnahmen der letzten 4 Jahre seit Papa’s Tod?
17.) Anteiliger Anspruch?
18.) Was ist mit Zugriff bzw. Auskunftspflicht über den Stand der (Erbengemeinschafts?)-Konten?

Antworten auf die o.g. Fragen bitte schriftlich von Internetanwalt (Fachanwalt für Erbrecht) und damit rechtsverbindlich an:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eine umfassende Beratung wird vorliegend in diesem Rahmen nicht möglich sein, daher möchte ich versuchen Ihnen einen kurzen Überblick über die entscheidenden Fragen zu geben. Im Weiteren sollten Sie sich bzgl. der weiteren Vorgehensweise ausführlich anwaltlich beraten lassen.

Die Kinder erben neben einem Ehegatten ½ des Nachlasses. Die Kinder teilen sich diese Hälfte je zu gleichen Teilen. Falls kein Ehegatte vorhanden ist, werden die Kinder Alleinerben. Sie teilen sich das gesamte Erbe je zu gleichen Teilen.
Dies gilt nur sofern unter den Ehegatten eine Zugewinngemeinschaft bestand.

Grundbuch:
Nach § 3032 BGB ist der hälftige Miteigentumsanteil des Vaters am Haus sowie dessen Eigentum an den Garagen gemeinschaftliches Vermögen der Erben geworden. Sie bilden eine Erbengemeinschaft. Deshalb kann im Grundbuch die Erbengemeinschaft eingetragen werden.

Der Nachlass ist ein gesamthänderisch gebundenes Sondervermögen, das vom sonstigen Vermögen der einzelnen Miterben getrennt ist. Nach § 2038 BGB steht die Verwaltung des Nachlasses den Miterben gemeinschaftlich zu. Nach § 2040 BGB können Miterben über Nachlassgegenstände nur gemeinschaftlich verfügen. Daher kann nicht jeder Erbe selbst über seinen Anteil verfügen. (Dies gilt auch für die Mieteinahmen der letzten 4 Jahre). Erst nach einer Auseinandersetzung kann jeder Erbe über seinen Anteil frei verfügen.

Ein Auskunftsanspruch bzgl. der Konten der Erbengemeinschaft steht jedem Mitglied der Erbengemeinschaft zu.

Eine Änderung des grundbuichs ist nicht zwingend erforderlich und im Erbfall gebührenfrei. Die Änderung kann nur gemeinschaftlich beantragt werden (ggf. mit Vollmacht).

Eine Grundbuchberichtigung kann ohne Erbschein nur mittels eines Testaments erfolgen, da vorliegend kein Testament vorhanden ist wird der Erbschein benötigt. Dieser kann von jedem Erben gesondert beantragt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt

Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2013 | 14:47

Erst nach einer Auseinandersetzung kann jeder Erbe über seinen Anteil frei verfügen
Was versteht man rechtlich unter einer "Auseinandersetzung" in diesem Zusammenhang?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2013 | 14:56

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Eine Erbauseinandersetzung ist die Aufteilung des gesamten Erbes unter den Mitgliedern der Erbengemeinschaft. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

1. Die Teilung in Natur
Der gemeinschaftliche Gegenstand muss sich in gleichartige Teile zerlegen lassen, die den Quoten der Miterben entsprechen. Hauptanwendungsfall ist die Aufteilung von Geld, gleichartigen Wertpapieren oder Forderungen, die auf eine teilbare Leistung gerichtet sind, z.B. Bankguthaben.

2. Unteilbare Gegenstände
Häufiger Anwendungsfall unteilbarer Gegenstände sind mit einem Gebäude bebaute Grundstücke. Die Erben haben keinen Anspruch auf eine Aufteilung des Hauses in Wohnungseigentum und die Übertragung einzelner Wohnungen. Sofern zur Erbengemeinschaft unteilbare Gegenstände gehören, müssen die Gegenstände veräußert werden. Dies kann - soweit sich die Erben einig sind - durch freihändigen Verkauf geschehen. Einigen sich die Erben nicht, findet ein Zwangsverkauf nach den Vorschriften über den Pfandverkauf und bei Grundstücken durch Zwangsversteigerung ("Teilungsversteigerung") statt (§§ 2042 Abs. 2, 753 Abs. 1 S. 1 BGB).

3. Teilungsvertrag
Die Erben einigen sich vertraglich über die konkrete Aufteilung des Nachlasses und schließen zu diesem Zweck einen Teilungsvertrag. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung dieses Vertrags sind die Erben frei, sie können von den Auseinandersetzungsvorschriften der §§ 2042 ff. BGB abweichen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 08.10.2013 | 15:01

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 08.10.2013 2/5,0
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