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Erbrecht und Altadoption durch Großeltern möglich?

06.08.2013 09:15 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Zusammenfassung: Erbfolge bei Altadoptionsfall

Hallo,
es geht um eine Altadoption, durch Verwande, im Jahre 1960 mit Volljährigkeit vor der Neuregelung.
Ich möchte wissen wer alles beerbt wird nach dem Tod von E.
Welche Gesetzte sind hier Maßgebend? Ist die Übergangsregelungen für Altadoptionen oder der § 1756 von Bedeutung?
Bitte Ihre Antwort mit § Begründen so dass ich diese auch nachvollziehen kann.
-A und B haben eine Tochter C
-C Heiratet D
-C und D bekommen 2 Söhne E und F (1952)
-C stirbt (1952)
-D Heiratet G
-G bringt ein Kind mit in die Ehe H
-A und B Adoptieren E und F (Adoption 1960, bekommen Familienname von A und B)
-D und G bekommen weitere 3 Söhne I J K
-F Heiratet L
-F und L bekomme 3 Kinder
-D stirbt
-G stirbt
-F stirbt
-E stirbt

E war nicht verheiratet und hatte keine Kinder, es wurde kein Testament gefunden.

Vielen Dank für Ihre Antwort schon einmal im Voraus.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Da E als Adoptivkind am 01. Januar 1977 volljährig gewesen ist, geltend die Vorschriften einer Volljährigenadoption nach neuem Recht.

Bei der Volljährigenadoption beerben A und B als Annehmende das Kind E in der zweiten Ordnung.
Nach § 1770 Absatz 2 BGB unberührt bleiben die verwandtschaftlichen Beziehungen des E zu seinen leiblichen Verwandten.

Daraus folgt, dass sowohl die Adoptiveltern (A und B) als auch die leiblichen Eltern (C und D) gesetzliche Erben 2. Ordnung nach § 1925 BGB sind.

Das Gesetz enthält insoweit Regelungslücken in dem Fall, in dem ein Elternteil (oder beide) vor dem Erbfall versterben und damit wegfallen.

Hier sind nun die leiblichen Eltern verstorben, so dass insoweit die Abkömmlinge von C und D an ihre Stelle treten (§ 1925 Absatz 3 BGB iVm § 1924 Absatz 3 Satz 1 BGB) und die Hälfte neben den Adoptiveltern A und B erben.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.




Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2013 | 12:46

Hallo, danke für die schnelle Antwort mich interessiert warum 1756 keine Anwendung findet.
Meines wissens gibt es verschiedene Varianten einer Adoption eines Volljährigen. So z.b.

Volladoption eines Volljährigen durch Verwandte oder Verschwägerte §§ 1767, 1772, 1756 Abs. 1 BGB.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2013 | 13:22

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Da es sich hier aber um eine Verwandtenadoption handelt, ergeben sich durch die Vorschrift des § 1756 BGB in der Tat weitere Besonderheiten.

Durch die Adoption durch A und B wurden E und F deren gemeinschaftliche Kinder.

Bei einer Verwandtenadoption sind die leiblichen Eltern nicht mehr Erben der 2. Ordnung, vgl. § 1755 Absatz 1 BGB.

Aus § 1925 Absatz 4 BGB ergibt sich sodann, dass das Adoptivkind und die Abkömmlinge seiner leiblichen Eltern im Verhältnis zueinander nicht Erben 2. Ordnung sind.

Die Besonderheit in Ihrem Fall liegt aber darin, dass E sowohl der Adoptiv- als auch der sog. Ursprungsfamilie angehört.
Dies stellt eine Ausnahme dar, so dass die leibliche Verwandtschaft zu E nicht erlischt.
A und B als Annehmende sind zugleich (leibliche) Großeltern und (Adoptiv-)Eltern von E, dessen leiblicher Bruder F wird auch zum Adoptiv-Großneffen.




Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth


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