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Erbrecht+nießbrauch

28.08.2008 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Fall: Mein verstorbener Ehemann hat mir lt.Testament die Vollmacht über unsere Konten überschrieben. Bei den Immobilien wurde mir ein lebenslanges Nießbrauchrecht eingeräumt.
Die leiblichen Kinder meines Mannes wollen das Erbe ablehnen, verlangen aber von mir eine Entschädigungszahlung, wenn sie auf ihr Erbe (Immobilien)verzichten . Falls ich mich weigere dem zuzustimmen wollen die Kinder ein Gericht bemühen .

Frage: Bin ich gesetzlich verpflichtet, auf diese Forderung einzugehen ?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sind nicht verpflichtet eine Entschädigungszahlung zu leisten.
Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, die Forderung zu erfüllen vermag ich nicht zu beurteilen, da Sie nicht schreiben, wer lt. Testament Erbe geworden ist. Dass Sie Vollmacht über die Konten erhalten haben heißt zunächst nicht, dass Sie Erbe des Guthabens der Konten sind.

Abhängig vom Wert des Nachlasses, Ihrem Erbanteil und der geforderten Summe kann eine solche Einigung jedoch sinnvoll sein, wenn die Erben der Immobilie die Erbschaft ausschlagen.

Forderungen könnten die Kinder als Pflichtteilsergänzungsansprüche haben. Ob und in welcher Höhe diese bestehen, hängt aber vom Wert des Nachlasses, Ihrem Erbanteil und dem Erbanteil der Kinder ab.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2008 | 16:51

Sehr geehrter Herr Bordasch,

vielen Dank für die zügige Beantwortung meiner Anfrage.
Laut gemeinschaftlichem Testament bin ich Alleinerbin der Bankkonten, Versicherungen, Bargeld und sonst. Wertgegenstände. Ausgenommen sind die Immobilien (Nießbrauch).
Die mir nachfolgenden Erben sind die leiblichen Kinder meines Ehemannes.
Frage: Wie beurteilen Sie die Rechtslage nun zu den anstehenden Forderungen der Kinder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.08.2008 | 19:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

die leiblichen Kinder Ihres Mannes können Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend machen, wenn der Wert des Erbanteils jedes einzelnen Kindes weniger als die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruchs jedes einzelnen Kindes ist. Dabei sind den Kindern etwaige Zuwendungen des Erblassers unter bestimmten Umständen anzurechnen.

Wenn Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben beträgt Ihr gesetzlicher Erbanspruch 1/2 des Nachlasses. Die Kinder haben also zusammen einen Pflichteilsanspruch von 1/4 des Nachlasses, zu gleichen Teilen. Abhängig vom Wert des Nachlasses und der Immobilie steht den Kindern damit möglicherweise ein Pflichtteilsergänzungsanspruch zu.

Zur genauen Berechnung sollten Sie einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl beauftragen. Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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