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Erbrecht im Ausland (Ungarn)

30.01.2008 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Ich möchte Ihnen hiermit mein Anliegen schildern.
Im Sommer letzten Jahres (August 07) habe ich durch persönliche Recherche in Erfahrung bringen können, dass meine Großmutter (väterlicherseits) bereits am !!.Juni 2003 verstorben ist. Meine Großmutter lebte in Ungarn und hatte auch die ungarische Staatsangehörigkeit. Weitere Verwandte außer mir (Enkel)hat meine Großmutter nicht mehr.
Da ich persönlich bei der mir bekannten Wohnanschrift war, konnte ich einiges durch die unmittelbare Nachbarin meiner Oma sowie den Hausmeister in Erfahrung bringen, was jedoch viele Fragen bei mir aufwirft.
Durch einen Arzt wurde meine Oma noch 1 1/2 Jahre vor ihrem Ableben an der Hüfte operiert. Dieser Arzt hatte auch die Garage meiner Großmutter angemietet. Einige Zeit später hat er sie ins Pflegeheim eingewiesen, wo sie dann eine Lungenentzündung bekam. Daraufhin hat der Arzt sie wieder ins KH geholt, wo sie dann ca. 7 Tage später verstorben ist.
Nun wurde durch den Arzt die Eigentumswohnung meiner Oma ausgeräumt. Laut Nachbarin soll wohl ein Testament vorhanden gewesen sein, wo all dass Erbe dem Arzt zustehen würde. Jedoch wurde das Testament nie gesehen.
Über den Tod meiner Großmutter wurde ich weder von dem Arzt noch von igendwelchen ungarischen bzw. deutschen Behörden informiert, obwohl Adresse sowie Telefonnummer von meiner Mutter aus Deutschland vorhanden waren.
Nun meine Fragen:
1. Besteht für mich ein Pflichterbteil nach ungarischem Recht?
2. Habe ich nach so langer Zeit noch Anspruch auf ein Pflichterbe?
3. Wie kann ich in Erfahrung bringen ob wirklich ein Testament für den Arzt vorhanden war?

Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Nein. Zum berechtigten Personenkreis gehören der Ehegatte, die Abkömmlinge und die Eltern des Erblassers (sofern sie als gesetzliche Erben in Betracht kommen).
2. Nein. Siehe 1.
3. Bei dem ungarischen Notar (wohl Wohnort Ihrer Großmutter) nachfragen, ob er eventuell einen Erbschein ausgestellt hat oder bei ihm das Testament hinterlegt war.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

Rückfrage vom Fragesteller 31.01.2008 | 10:24

Danke für Ihre Antwort!
Nach Ihren Angaben habe ich also keinerlei Anspruch auf ein Erbe meiner verstorbenen Großmutter, obwohl ich der einzigste lebende Verwandte noch bin!? Was ist aber wenn kein Testament vorhanden ist? Habe ich dann einen Anpruch auf ein Erbe?
Es kann doch nicht sein, dass alles eine wildfremde Person bekommt!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.01.2008 | 11:24

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Da habe ich Sie wohl partiell mißverstanden: Pflichtteilsanprüche bestehen bei Ihnen nicht; dies ist etwas anderes als ein Erbteil bzw. falls Sie als Erbe durch letztwillige Verfügung eingesetzt wurden oder kraft Gesetzes Erbe sind.
Grundsätzlich gilt: Soweit ein Testament vorliegt, ist dieses zu beachten. Falls kein Testament vorliegt, gil die gesetzliche Erbfolge. Zuerst erben die Kinder des Erblassers. Wenn ein Kind vor den Eltern gestorben ist, aber wiederum eigene Kinder hatte, dann wird sein Anteil unter den Kindern gleichmäßig aufgeteilt. Wenn keine Kinder vorhanden sind, wird der Ehegatte Erbe. Wenn Ihre Großmutter weder Ehemann noch Kinder hatte, dann erben die noch lebenden Eltern. Nach den Eltern kommen die Geschwister an die Reihe. Falls Sie der einzig Überlebende Verwandte sind und kein Testament vorliegt, erben Sie nach den gesetzlichen Vorschriften.

www.kanzlei-hermes.com

Ergänzung vom Anwalt 05.02.2008 | 17:17

Sie als Abkömmling, Enkel, haben einen Pflichtteilsanspruch. Sie gehören also zum berechtigten Personenkreis; ich habe das Wort Großmutter übersehen.
Ich bitte dies zu entschuldigen.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

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