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Erbrecht für Halbgeschwister des Schuldners, wenn ich Geld verleihe?


| 29.11.2015 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Auch „Halbgeschwister" sind gesetzliche Erben zweiter Ordnung gemäß § 1925 BGB. Für die Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung muss eine notarielle Urkunde errichtet werden. Auch für die Bestellung einer Grundschuld braucht man den Notar.


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich habe vor, jemandem eine größere Summe Geldes zu leihen, einer Person, zu der ich absolutes Vertrauen habe. Zudem besitzt diese Person ein Haus, das fast abbezahlt ist und im schlimmsten aller Fälle einen Wert darstellt. Das was ich ihr leihen würde, wäre ca. ein Zwanzigstel des Hauswertes.

Meine Frage ist nun: Die Person, der ich Geld leihe, hat einen Halbbruder, den sie nicht ausfindig machen kann, und eine Halbschwester, zu der keine Beziehung besteht.

Sind die Halbgeschwister erbberechtigt?

Wie kann ich mich davor schützen, dass im Falles des Todes oder in dem Fall, dass die Schuldnerin geistig und körperlich keine Handlungsfähigkeit mehr besitzt, gewährleistet ist, dass ich mein Geld bekomme?

Was GENAU muss die Person dazu aufsetzen?

Geht das nur mit Anwalt oder Notar? Muss das hinterlegt werden?

Danke im Voraus für die Antwort

die Fragestellerin

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Sehr geehrte Fragestellerin,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Die „Halbgeschwister" sind im Falle eines Falles gesetzliche Erben. Sie wären dies dann, wenn der Erblasser weder einen Ehegatten noch Abkömmlinge (also Kinder, Enkel usw.) hinterlässt. In diesem Fall erben die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (also auch Geschwister, auch „Halbgeschwister") gemäß § 1925 BGB als gesetzliche Erben zweiter Ordnung. Es besteht also in diesem Fall durchaus die Möglichkeit, dass der Halbbruder und die Halbschwester erben. anders wäre dies, wenn der Erblasser per Testament oder Erbvertrag jemand anderen als Erben einsetzen. Pflichtteilsberechtigte sind die Geschwister übrigens nicht.

Den wirksamsten Schutz für den Rückzahlungsanspruch, auch im Falle von Tod oder Geschäftsunfähigkeit des Darlehensnehmers, bietet eine Grundschuld auf die Immobilie.

Sie sollten zwei Dokumente erstellen bzw. erstellen lassen: zum einen einen gut formulierten schriftlichen Darlehensvertrag. Schriftlich sollte so etwas aus Beweisgründen immer erstellt werden, bbwohl das für Darlehensverträge gesetzlich nicht zwingend ist. Ansonsten wäre für den Darlehensvertrag selber ein Notar nicht zwingend nötig. Er wäre aber günstig: als zusätzliche Sicherheit könnte sich der Darlehensnehmer der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen als Sicherheit unterwerfen. Damit hätten Sie im Falle eines Falles nicht erst auf Rückzahlung zu klagen. Dies geht allerdings nur mit einer notariellen Urkunde.

Zum anderen muss die Eintragung der Grundschuld vom Grundstückseigentümer bewilligt werden, zudem muss sie ins Grundbuch eingetragen werden. Hierzu brauchen Sie zwingend den Notar.

Einen Rechtsanwalt brauchen Sie zwingend in dieser Sache nicht. Die Formulierung des Darlehensvertrages kann auch ein Notar übernehmen. Empfehlenswert wäre anwaltliche Beratung unter Umständen trotzdem, etwa um schon vorhandene Belastungen des Grundstücks im Grundbuch abzuklären und die Konsequenzen für die Wehrhaftigkeit der geplanten Grundschuld als Sicherheit darzulegen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 29.11.2015 | 17:11


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