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Erbrecht durch Grundbucheintag oder Testament


03.12.2007 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Situation:

Durch Heirat (ohne Ehevetrag) zog ich in das Haus meines Ehemannes ein und trage ab Zeitpunkt der Eheschließung gleichberechtig zum Abtrag des Hauses bei. Zum Zeitpunkt der Eheschließung bestanden noch ca. 80% Belastung, zum heutigen Zeitpunkt nur noch ca 10%. Im Grundbuch ist nur der Ehemann eingetragen, dieser hat aus erster Ehe 2 Kinder (volljährig), ich habe aus erster Ehe, 3 Kinder (ebenfalls volljährig).

Im Falle des Todes von Ehemann, möchte ich mich absichern, um uneingeschränktes Wohnrecht und Nutzungsrecht über die Immobilie für mich zu gewährleisten, welche Möglichkeiten habe ich, damit ich als Gleichberechtigte Inhaberin der Immobilie rechtlich gelte (Grundbucheintrag sinnvoll) und eine Auszahlung des Pflichtteils an die Kinder umgehen kann? Ausserdem im Todesfall eines Ehpartners die gleichberechtigte Erbfolge der Kinder gewährleiste?


Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen.
03.12.2007 | 12:37

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


1.Zum einen haben Sie die Möglichkeit, sich neben Ihrem Ehemann als Eigentümerin eintragen zu lassen. Da Ihr Ehemann Alleineigentümer ist, muss er notariell der Übertragung von 50% zustimmen. In dem Vertrag sollte unbedingt geregelt sein, dass Sie nicht die vollen 50% als Geschenk erhalten, sondern dass bereits ein Teil von Ihnen an dem Haus bezahlt wurde. Wie hoch dieser Anteil ist, muss anhand Ihrer Zahlungen ermittelt werden. Diese Regelung ist wichtig, da im Falle des Todes Ihres Ehemannes innerhalb der nächsten 10 Jahre das Geschenk im Rahmen von Pflichtteilsansprüchen angerechnet werden wird! Fehlt also eine solche Regelung, wird der Wert des Hauses zu 50% bei Ihnen als Geschenk angerechnet und errechnet sich darauf der Pflichtteil der Kinder. Die Kinder haben jedoch nur dann einen Anspruch auf Ergänzung ihres Pflichtteils, wenn ihnen weniger als der Pflichtteil hinterlassen wurde.
2.Die nächste Möglichkeit ist, dass Sie sich ein lebenslanges Nießbrauchsrecht an dem Haus sichern. Dieses Recht muss im Grundbuch eingetragen werden. Das Recht gewährleiste, dass Sie zum einen das Haus selbst nutzen dürfen. Wenn Sie dann in ein Pflegeheim umziehen müssen, haben Sie das Recht, die Mieteinnahmen zu nutzen.
3. Wenn Ihre Kinder ebenfalls an dem Haus erbberrechtigt sein sollen, müssen Sie als Miteigentümerin eingetragen werden, da Ihre Kinder ansonsten am Haus nicht ERbe werden können.
3.Die Auszahlung des Pflichtteils können Sie dem Grunde nach nur umgehen, wenn den Kindern wertmäßig soviel hinterlassen wird, dass ihnen kein Anspruch auf Pflichtteil mehr zusteht. Wird den Kindern weniger hinterlassen, haben sie Anspruch auf den Pflichtteil oder die Ergänzung des Erbteils auf die Höhe des Pflichtteils.
Welche der beiden Möglichkeiten von 1. und 2. in Ihrem Fall die Sinnvollste ist, muss anhand einer konkreten Wertanalyse vorgenommen werden. Gerne erstellen wir diese im Rahmen eines Mandates für Sie.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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