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Erbrecht des Schwiegersohnes


17.09.2006 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine Eltern haben sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt.

1997 verstarb meine Mutter.

2006 verstarb meine Großmutter (Mutter meiner Mutter) und hinterlässt ein Haus.
In ihrem handschriftlichen Testament (von 1995) benennt meine Großmutter einen Schätzwert des Hauses. Von diesem Schätzwert (fiktiv, nicht mehr aktuell) soll jeweils ein fester Betrag an die Enkel (also auch mich) fallen. Der Rest (Erlös bei Verkauf des Hauses) soll ihren Töchtern (also auch meiner mittlerweile verstorbenen Mutter) und deren Ehemännern zukommen.

Frage:

Geht der Erbteil meiner verstorbenen Mutter auf meinen Vater über, weil sich meine Eltern gegenseitig als Alleinerben eingesetzt haben, geht der Anspruch auf mich als Enkel über oder haben beide einen Anspruch?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich aufgrund der mir zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt:

Im vorliegenden Fall ist eine chronologische Betrachtung angezeigt.

Ihre Mutter verstarb im Jahre 1997. Der Nachlass Ihrer Mutter setzt sich aus sämtlichen Aktiva und Passiva zum Zeitpunkt ihres Todes zusammen. Aufgrund des gemeinschaftlichen Testamentes ist Ihr Vater Alleinerbe bezüglich des Nachlasses Ihrer Mutter.

Im Jahre 2006 verstarb Ihre Großmutter. Zunächst ist auch hier der Nachlass zu bestimmen. Geht man von einem wirksamen Testament aus, werden die darin Begünstigten (Töchter) Erben.
Somit entfällt auch ein Erbanteil an Ihre Mutter. Da diese jedoch vorverstorben ist, treten an Ihre stelle die Abkömmlinge, also Sie.

Das gemeinschaftliche Testament Ihrer Eltern ändert daran nichts. Es betrifft lediglich den Nachlass Ihrer Mutter.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2006 | 10:37

Herzlichen Dank für ihre eindeutige Antwort. Möglicherweise können Sie mir noch sagen wie Sie die testamentarische Formulierung "es bleibt also ein Wert von XXX DM für die Töchter und Ehemänner" sehen. Treten die Ehemänner (die namentlich nicht erwähnt sind) der Töchter dadurch als gleichberechtigte Erben neben den Töchtern auf?
Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2006 | 12:53

Eine eindeutige Aussage ist leider nur möglich, wenn man das gesamte Testament vor Augen hat.

Es ist dann zu ermitteln, was der Erblasser mit seinen Anordnungen in seinem Testament tatsächlich wollte. Von den Gerichten wird hier im Zweifelsfall der Gesamtinhalt des vorliegenden Schriftstückes gewürdigt und die vom Erblasser gebrauchten Ausdrücke unter Hinzuziehung aller Umstände hinterfragt. Berücksichtigung findet ebenfalls das gesamte Verhalten des Erblassers, alle getätigten Äusserungen und Handlungen, gegebenenfalls auch der Inhalt früherer Testamente.

Gelingt es trotzdem nicht den wirklichen Willen des Testierenden zu erforschen, so ist notfalls der sogenannte mutmassliche Wille des Erblassers festzustellen. Grundvoraussetzung ist jedoch immer, dass sich der Wille des Erblassers zumindest andeutungsweise in seinem Testament wiederfinden lässt.

Weber
Rechtsanwalt

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