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Erbrecht - Pflichtteilsanspruch bei Vererbung eines Hauses minimieren

| 21.07.2014 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt steht zur Diskussion.

Mein Mann ist Eigentümer eines Einfamilienhauses und allein im Grundbuch eingetragen. Das Haus ist bereits abgezahlt, d.h. nicht mehr belastet. Wir sind in zweiter Ehe seit 7 Jahren verheiratet und haben aus erster Ehe jeder jeweils zwei Kinder.

Mein Mann möchte mich als Ehefrau im Testament als Alleinerbin einsetzen.
Um den Pflichtteil bzw. den Pflichtteilsergänzungsanspruch seitens seiner Kinder zu minimieren, haben wir in Erwägung gezogen, einen Teil des Hauses auf mich zu übertragen.

Welche Art der Übertragung eines Teils des Hauses (Schenkung, Verkauf) wäre sinnvoll unter erbrechtlichen und steuerrechtlichen Gesichtspunkten?

Oder ist ein Testament seitens meines Mannes mit einer befreiten Vorerbschaft sinnvoller, wenn das Ziel für mich als Ehefrau darin besteht, zu einem mir angemessenem Zeitpunkt das Haus verkaufen zu können und das Geld für meine Altersversorgung (Betreuung im Heim etc.) zu verwenden ohne an die Nacherben einen Teil des Vermögens auszahlen zu müssen.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie und Ihr Mann möchten den Pflichtteil seiner Kinder verringern.

Zu diesem Zweck bietet es sich an, dass er Ihnen das Grundstück entgeltllich überträgt.

Eine Schenkung ist nicht anzuraten, da gemäß § 2325 Abs. 3 S. 3 BGB die 10-Jahresfrist für die Berücksichtigung von Schenkungen beim Pflichtteilsergänzungsanspruch nicht vor Auflösung der Ehe beginnt.

Daher kommt aus erbrechtlicher Sicht nur die Veräußerung gegen Entgelt zum tatsächlichen Grundstückswert in Betracht.

Hier fällt gemäß § 3 Nr. 4 GrEStG ("Grundstückserwerb durch den Ehegatten [...] des Veräußerers") keine Grunderwerbssteuer ab.

Natürlich kommt statt einer Einsetzung als Alleinerbe auch eine (befreite) Vor- und Nacherbschaft in Betracht. Pflichtteilsansprüche entstehen dann aber unter Umständen auch.

Hier kommt es auf die konkreten Zahlen und die konkreten Umstände an.

Nutzen Sie gegebenenfalls die kostenlose Nachfragefunktion.

Eine umfassende Beratung vor Ort bei einem Kollegen / einer Kollegin für Erbrecht ist Ihnen zu empfehlen, da auch eine erbvertragliche Gestaltung in Betracht (mit Pflichtteilsverzichten der Kinder) kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2014 | 09:43

Sehr geehrter Herr Eichhorn,
ist bei der entgeltlichen Übertragung beim Kaufpreis der ortsübliche Preis als Richtwert heranzuziehen (ohne Gutachter) bzw. was bedeutet "Veräußerung .... zum tatsächlichen Grundstückswert" ?
Danke schön für die Rückantwort
Freundlichen Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2014 | 10:28

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Wert der Leistung muss dem Wert der Gegensleistung entsprechen, damit keine (gemischte) Schenkung vorliegt.

Der Preis für das Grundstück muss daher dem Verkehrswert des Grundstücks entsprechen.

Der ortsübliche Preis kann als Richtwert herangezogen werden und ist im Idealfall auch der Wert, den ein Gutachter veranschlagt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.07.2014 | 11:24

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 31.07.2014 4,6/5,0
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