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Erbrecht Kinderlose Ehe Halbgeschwister

16.02.2021 11:11 |
Preis: 45,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


14:07
Guten Tag, ich bin verheiratet in kinderloser Ehe. Mein Mann, beide Elternteile verstorben, hat zwei Halbgeschwister. Der Halbbruder hat dieselbe Mutter und die Halbschwester denselben Vater.
Im Grundbuch unseres Hauses ist nur mein Mann eingetragen, ein Testament wurde bisher nicht erstellt. Zu welchem Anteil würden die Halbgeschwister am Erbe Teilhaben, wenn mein Mann versterben würde?
16.02.2021 | 11:59

Antwort

von


(309)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

neben den Geschwistern (diese sind Verwandte der zweiten Ordnung) sind Sie als Ehegatte zur Hälfte erbberechtigt, siehe § 1931 BGB Absatz 1.

Zitat:
§ 1931 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten
(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.
(2) Sind weder Verwandte der ersten oder der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.
(3) ....

Dabei kommt es auch nicht darauf an, das die Verwandtschaft nur über jeweils einen Elternteil besteht.

Allerdings könnte Ihr Mann Sie in einem Testament als Alleinerbin einsetzen. Dann würden die Geschwister keinen Anspruch geltend machen können, auch keinen Pflichtteilsanspruch.

Ich hoffe Ihre Frage damit zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 17.02.2021 | 13:59

Guten Tag Herr Fricke,
und besten Dank für Ihre Ausführungen.
Eine Nachfrage hätte ich noch.
Würde sich am Sachverhalt etwas ändern, wenn beide Ehepartner, egal zu welchen Anteilen, im Grundbuch eingetragen wären?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.02.2021 | 14:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie jetzt schon einen Anteil an dem Grundstück hätten würde dieser bei der Erbschaft natürlich nicht berücksichtigt werden und die Geschwister erhalten entsprechend weniger. Wenn Sie das Grundstück komplett erhalten hätten die Geschwister nur noch einen Anspruch auf mögliches anderes Vermögen wie z.B. Geld oder Wertpapiere. Mangels Pflichtteilsrecht kann hier auch eine solche Übertragung Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen. Wenn Sie heute das Grundstück erhalten und wenig später Ihr Mann verstirbt kriegen die Geschwister davon nichts und haben auch keinen Anspruch auf irgendeinen Ausgleich.

Falls Ihr Mann seinen Geschwistern etwas zukommen lassen möchte sollte er am Besten ein Testament erstellen, in dem Sie als Alleinerbin genannt werden und ein konkreter Betrag genannt wird, den die Geschwister erhalten sollen. Dieser Betrag sollte dann aber bereits vorhanden sein so dass Sie diesen einfach aus der Erbmasse zahlen können.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

ANTWORT VON

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