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Erbrecht Kind im Ausland


23.12.2014 15:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Nach deutschem wie nach philippinischen Recht richtet sich die Erbfolge in Bezug auf den Gesamtnachlass grundsätzlich nach der Staatsangehörigkeit des Erblassers. Für minderjährige Erben bieten sich diverse Regelungen zur Nachlassverwaltung an.


Ich habe zwei Kinder (2 und 4 Jahre alt) mit meiner philippinischen Partnerin. Beide leben in den Philippinen und waren noch nicht in Deutschland, wir sind nicht verheiratet, ich habe keine weiteren Kinder und bin noch in Deutschland wohnhaft. Was geschieht im Erbfall ? Wie würde der Erbteil der Kinder bis zu deren Volljährigkeit verwaltet ? Könnte ich einen Vormund in Deutschland benennen ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zunächst richtet sich im Erbfall die Rechtslage aus deutscher wie aus philippinischer Sicht nach der Staatsangehörigkeit des Erblassers, und zwar in Bezug auf den gesamten Nachlass, egal wo sich dieser befindet. Für das deutsche Recht normiert dies Artikel 25 EGBGB.

Sofern Sie unverheiratet und ohne weitere Kinder versterben würden wären Ihre beiden Kinder jeweils gesetzliche Erben zu je ein halb. Dies gilt wohlgemerkt für den Fall dass die Vaterschaft rechtlich feststeht bzw. anerkannt ist. Sofern beide Kinder beim Erbfall noch minderjährig wären, stünde die Verwaltung des Nachlasses bis zum Eintritt der Volljährigkeit dem Erziehungsberechtigten zu. Die Vermögenssorge, also auch die Sorge für den Nachlass, ist ohne weiteres Teil der elterlichen Sorge. Einen „Vormund" oder ähnliches gäbe es also von Gesetzes wegen grundsätzlich erst einmal nicht.

Regelungen auf diesem Gebiet sind prinzipiell auf zweierlei Wegen möglich: Zum einen könnten Sie in einem Testament einen Testamentsvollstrecker benennen. Dieser könnte als Aufgabenbereich die Verwaltung des Nachlasses bis zu einem gewissen Zeitpunkt (etwa Volljährigkeit, 25. Geburtstag der Erben o.ä.) erhalten.

Alternativ kann man auch in einer Verfügung von Todes wegen (etwa einem Testament) bestimmen, dass gemäß § 1638 BGB der Erziehungsberechtigte die Vermögenssorge in Bezug auf den Nachlass nicht erhalten soll. Diese Vermögenssorge in Bezug auf den Nachlass könnte dann entweder einer Vertrauensperson oder auch dem örtlichen (deutschen) Jugendamt übertragen werden. Allerdings endet eine solche Maßnahme immer mit Volljährigkeit der Erben.

Das oben Gesagte stellt lediglich einen ersten Überblick dar. Die Einzelheiten sind, nicht nur wegen des internationalen Bezuges, rechtlich sehr komplex. Sie sollten vor einer entsprechenden Regelung dringend weitere fachkundige Beratung einholen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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