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Erbrecht Kettenschenkung

| 06.11.2018 14:33 |
Preis: 62,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


S (Schenker), ist Erbe geworden und will nun an V (Vater) und K (Kind) 100.000 € verschenken.
S ist mit V und K nicht verwandt.
Frage: Wie kann vorgegangen werden, sodass eine Schenkungssteuer durch eine Kettenschenkung umgangen werden kann?
06.11.2018 | 17:50

Antwort

von


(386)
Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


In dem von Ihnen geschilderten Fall, in dem der Schenker mit keinem der beiden Beschenkten verwandt ist, sehe ich nicht die Möglichkeit, über eine Kettenschenkung Steuern zu sparen.

Die Kettenschenkung kommt üblicherweise dann zum Einsatz, wenn einer von mehreren Begünstigter im Verhältnis zum Schenker und die Begünstigten untereinander höhere Freibeträge haben. Beispiel: Der Vater schenkt an seine Tochter, diese schenkt einen Teil oder alles an ihren Mann weiter. Hier können die hohen Freibeträge (Vater an Tochter und Tochter an Ehemann) ausgenutzt werden, während der Schwiegersohn bei einer direkten Schenkung nur einen geringen Freibetrag im Verhältnis zum Schwiegervater hätte.

Wenn es keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen S und V einerseits und zwischen S und K andererseits gibt, kann jeder nur einen Freibetrag von 20.000 € geltend machen, §§ 15 , 16 I Nr.7 ErbStG. Sinnvoll wäre daher gerade keine Kettenschenkung, sondern getrennte Schenkungen in Höhe des Freibetrages, ggf. mit einer Wiederholung nach zehn Jahren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2018 | 09:20

Sehr geehrte Frau Holzapfel,

vielen Dank für Ihre Ausführungen. Hier meine Nachfrage.
Kann Steuer gespart werden, in dem S (Scihenker) 20.000€ (Freibetrag) an volljähriges K ( Kind) und und 80.000 € an V (Vater) schenkt?
Dann hätte V 20.000 € steuerfrei. Die 60.000 € schenkt V dann unmittelbar weiter an K.
Dann wären die 60.000 € spätestens nach 2 Jahren steuerfrei, da Kinder alle 10 Jahre 400.000€ von ihren Eltern geschenkt bekommen können?

Vorab Danke für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2018 | 09:43

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn S an V 80.000 € verschenkt, übersteigt dies den Freibetrag, den V im Verhältnis zu S hat. V wäre also verpflichtet, 60.000 € zu versteuern.

Das Problem besteht darin, dass im Verhältnis S - V kein höherer Freibetrag besteht als im Verhältnis S - K. Es können daher nur für jeden Empfänger die 20.000 € einmal (ggf. alle zehn Jahre wieder) in Anspruch genommen werden.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 15.11.2018 | 16:31

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.11.2018
5/5,0

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ANTWORT VON

(386)

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