Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbrecht Haus, Miete und Reparaturen

| 04.08.2014 14:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Sehr geehrte Damen und Herren,

im November 2013 ist mein Schwiegervater verstorben er hatte kein Testament hinterlassen, somit erbte seine Frau, sein Sohn und seine Tochter zu gleichen Teilen.
Es gibt ein Haus mit Grundstück und Garage das wurde auf 80.000€ geschätzt.
Seine Frau wohnt im Erdgeschoss des Hauses und die Tochter im 1. Stock.
Der Sohn hat ein eigenes Haus. Die Frau ist nicht mehr in der Lage sich selbst zu versorgen, deshalb wurde eine polnische Pflegerin engagiert die sich um die Frau kümmert. Lt. Aussage der Tochter reicht das Geld der Witwenrente, eigene Rente und Pflegeversicherung um die Kosten zu decken.
Nachdem der Mann verstorben war, wurde entschieden das die Tochter die Vollmacht über das Konto bekommt da sie im Haus wohnt und es so einfacher wäre.
Die Tochter trifft sämtliche Entscheidungen ohne Rücksprachen mit dem Sohn. Sie bestimmt und der Sohn hat diese Entscheidungen hinzunehmen, meistens bekommt er sie erst im nachhinein mit. Egal ob sie etwas aussortiert, Fahrräder entsorgt oder Entscheidungen bzgl. der Mutter trifft. Geht es der Mutter nicht gut gibt es absolut keine Information, damit man sich um die Mutter kümmern konnte.
Spricht man die Tochter darauf an ist sie der Meinung, wenn der Sohn etwas wissen will muss er nachfragen.
Der Wunsch des Mannes und auch seiner Frau war das der Enkel das Auto des Verstorbenen bekommt, da der Enkel allerdings studiert und sich ein Auto nicht leisten kann wurde es nach Rücksprache mit der Oma verkauft. Der Sohn hat der Mutter angeboten ihr einen Teil des Geldes als Rücklage zu überlassen.
Die Tochter besteht jetzt auf die Hälfte des Geldes für ihre Tochter.
Die Tochter wohnt seit 1998 mit ihrer Familie (3 Personen) im Haus hatte aber außer Stromkosten keine Abgaben zu entrichten.
Zu was ist der Sohn verpflichtet wenn Heizkosten, Reparaturen oder sonstige Kosten auf die Mutter zukommen und diese nicht von ihren Einkünften gedeckt werden können.
Was für Möglichkeiten hat der Sohn im Vorfeld um der Tochter klar zu machen das sie evtl. Miete oder sonstige Abgaben für spätere Reparaturen zu zahlen sollte.

Vielen Dank im Voraus für ihre Hilfe
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorab:
Eine Erbschaft zu gleichen Teilen liegt bei gesetzlicher Erbfolge nicht vor.
Bestand zwischen den Eheleute Gütertrennung erbt die Ehefrau 1/4, die Kinder je 3/8. Bestand der gesetzliche Güterstand ( ohne Ehevertrag ) erbt die Ehefrau 1/2, die Kinder je 1/4.

1.
Zu was ist der Sohn verpflichtet wenn Heizkosten, Reparaturen oder sonstige Kosten auf die Mutter zukommen und diese nicht von ihren Einkünften gedeckt werden können?

Die Erbengemeinschaft als solche ist Eigentümer des Hauses ( sofern dieses vollständig in den Nachlass gefallen ist, also im Eigentum des Vaters stand). Daher ist die Erbengemeinschaft auch verpflichtet, die Lasten und Kosten des Hauseigentums zu tragen.

Soll eine Kostentragungspflicht der Ehefrau und/oder der Tochter begründet werden, so bedarf es dazu einer gesonderten Vereinbarung. Eine solche müsste also geschlossen werden. Ob bereits ein Wohnrecht für die Ehefrau bestellt wurde und in der Urkunde eine Kostentragungspflicht für Reparaturen und Betriebskosten geregelt ist, kann ich mangels näherer Angaben nicht beurteilen.

Fall nicht wäre der Sohn also entsprechend seiner Erbquote an den Kosten beteiligt.

2.
Was für Möglichkeiten hat der Sohn im Vorfeld um der Tochter klar zu machen das sie evtl. Miete oder sonstige Abgaben für spätere Reparaturen zu zahlen sollte?

Mit der Tochter muss eine Vereinbarung über eine zu zahlende Nutzungsentschädigung bzw. Miete getroffen werden. Diese nutzt schliesslich das Eigentum der Erbengemeinschaft zu Wohnzwecken. Es besteht kein Anspruch darauf, dies unentgeltlich zu gewähren.

Von der "Miete" kann dann auch eine Rücklage für künftige Instandsetzungskosten gebildet werden.

Kann eine gütliche Einigung nicht erzielt werden, müssten gerichtliche Schritte eingeleitet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2014 | 07:30

Sehr geehrter Herr Steidel,

das Ehepaar lebte in Gütergemeinschaft und darüber gibt es auch einen Vertrag. Dem Sohn und der Tochter wurde gesagt das Mutter, Sohn und Tochter jeder zu einem Drittel erben würde.
Was stimmt nun?

Vielen Dank für ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2014 | 09:41

Beim vertragelichen Güterstand der Gütergemeinschaft gehört dem überlebenden Ehegatten ohnehin schon einmal die Hälfte des Gesamtguts.

Von der Hälfte des Gesamtgutes, dass in den Nachlass fällt, erbt der Ehegatte -wie bei der Gütertrennung- 1/4 neben Verwandten der ersten Ordnung. Spezielle Vorschriften zum Erbteil bei Gütergemeinschaft gibt es nicht.

Die Erbquoten sind also 1/4 Mutter, je 3/8 Kinder.

Bewertung des Fragestellers 06.08.2014 | 09:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und ausführliche Hilfe, meine Vermutungen wurden durch die Aussage des Anwalts bestätigt. Würde auf jeden Fall diese Seite wieder benutzen, wenn ich Fragen hätte.
Vielen Dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 06.08.2014 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68403 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,0/5,0
Im Wesentlichen ist meine Frage beantwortet worden. Dennoch kommt man an einer persönlichen Beratung im Einzelfall nicht vorbei. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Vielen Dank für die rasche und kompetente Antwort. Ich habe alle Informationen erhalten, die ich gebraucht hatte. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens, ich hätte vor Jahren die Frage stellen sollen. Bisher habe ich an meine getrennte Ehefrau einen Haufen Geld geschenkt !! ...
FRAGESTELLER