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Erbrecht Frankreich


14.09.2007 09:10 |
Preis: ***,00 € |

Internationales Recht



Hallo,

mein Vater ist gestorben und hat das Ferienhaus in Frankreich unserer Stiefmutter vererbt.
Er hat im Testament geschrieben: Falls ein Erwerb zum Alleineigentum fuer seine 54-jaehrige Frau nicht moeglich ist, erhaelt sie den Niessbrauch alleine.
Was bedeutet das fuer meinen Bruder und mich?
Was genau steht uns zu?
Koennen wir das Haus auch gegen ihren Willen verkaufen?
Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:


Sie schildern einen Fall mit internationalem Bezug, denn es geht u.a. um die Erbfolge an einem Ferienhaus in Frankreich.

Ihr Vater wollte durch sein Testament sicherstellen, daß Ihre Stiefmutter das Ferienhaus entweder als Eigentümerin, oder als Nießbraucherin (mit Wohnrecht bzw. Wohnungsrecht ähnlich § 1093BGB) jedenfalls (unter Ausschluß des Eigentümers) nutzen kann.

Hintergrund hierzu ist, daß ein Erbe (genauer die Eigentumsübertragung) an Ferienhäusern oder Ferienwohnungen im Ausland oftmals nach den dortigen Vorschriften nicht oder nicht ohne Weiteres möglich ist - ein Nießbrauch hingegen schon eher. Der Nießbrauch als umfassendes Nutzungsrecht ist fast mit der Eigentümerstellung zu vergleichen.

Ihnen steht Ihr Erbteil zu. Da Sie zum pflichtteilsberechtigten Personenkreis gehören steht Ihnen falls Sie nicht Erbe geworden sind (möglicherweise in Miterbengemeinschaft mit Ihrer Stiefmutter) Ihr gesetzlicher Pflichtteil (§§ 2303ff, 1924ff BGB) zu.

Sollte eine Miterbengemeinschaft (§2032 ff BGB) bestehen, dürfte die Anordung Ihres Vaters wohl als sogenannte Teilungsanordnung (§2048 BGB) zu sehen sein.

Sie müssen unbedingt das Testament prüfen (lassen), denn es könnte auch sein, das Ihre Stiefmutter zwar nicht Erbin aber Vermächtnisneherin (das Ferienhaus al Vermächtnis) geworden ist.

Ob Sie das Haus verkaufen können, hängt eben genau davon ab, ob Sie Erben (Rechtsnachfolger Ihres Vaters) geworden sind.

Bei entsprechender Beauftragung wäre ich gerne bereit den Sachverhalt und die Rechtslage weiter zu prüfen. Meine Kontaktdaten finden Sie oben.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann.

Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2007 | 09:14


Unsere Stiefmutter hat laut Testament einfach alles geerbt, und mein Vater hat alles getan, um seine Kinder leer ausgehen zu lassen.
Meines Wissens nach gilt fuer Immobilien in Frankreich das französische Erbrecht, danach steht meinem Bruder und mir zwei Drittel des Hauses zu.
Die Frage ist, ob wir den Besitz gegen ihren Willen verkaufen koennen oder ob der Niessbrauch uns handlungsunfaehig macht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2007 | 10:56

Sehr geehrte Fragenstellerin,

zu Ihrer Nachfrage ist folgendes festzuhalten :

Sie (und Ihr Bruder) haben Pflichtteilsansprüche auf Zahlung eines Geldbetrages in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils berechnet vom gesamten Nachlaß (nicht nur das Haus in F) ihres Vaters.

Die Regelungen zum Erbrecht an der Immobilie in Frankreich richten sich nach dem "internationalem Erbrecht" soweit hier prüfbar tatsächlich nach französischem Recht, ebenso wie der Nießbrauch hieran.

Obe der Nießbrauch an dem Ferienhaus als geldwerter Vorteil mit in den "deutschen" Nachlaß fällt müßte gesondert im Rahmen einer weiteren Beauftragung geprüft werden. Hierzu können Sie mich gerne kontaktieren.




Mit freundlichen Grüßen


P. Lautenschlaeger
(Rechtsanwalt)





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