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Erbrecht Enkel

12.01.2018 10:41 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Mein Mann und ich haben einen Sohn. Ich bin der leibliche Vater, mein Mann hat ihn adoptiert.
Nun möchten wir einen weiteren Sohn (bisher mein Patenkind) im Rahmen einer Volladoption zu unserem Kind machen.
Erbrechtlich wäre er dann mit unserem Sohn gleichgestellt.
Meine Mutter hat jedoch ein Problem damit. Sie möchte Ihr Vermögen an ihren Enkel (meinen Sohn) vererben und möchte nicht, dass das neue Kind davon profitiert.
Ich habe mir nun überlegt, ob es Sinn macht, einen Erbverzicht (Pflichtteil -zwischen meiner Mutter und mir) schon zu Lebzeiten beim Notar zu unterzeichnen. Somit würde ich (wenn sie im Testament meinen Sohn einsetzt) leer ausgehen und das zu adoptierende Kind würde über mich nicht an Ihrem Haus profitieren.
Mein Haus könnte ich ja dann trotzdem vererben, wie ich will.
Frage: Hat das zu adoptierende Kind einen Anspruch auf einen Pflichtteil, wenn ich gegenüber meiner Mutter notariell verzichte?
Gibt es eine Möglichkeit, dass man das entsprechend regelt, dass nur mein bisheriger Sohn von meiner Mutter erbt?
Meine Häuser kann ich ja dann vererben, wie ich möchte (um einen Ausgleich zwischen den Kindern herzustellen).
Ich möchte einfach einem Streit mit meiner Mutter aus dem Weg gehen, da sie mit der erbrechtlichen Argumentation gegen die Adoption ist.

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich gilt: Ihre Kinder sind im Verhältnis zur Großmutter nicht pflichtteilsberechtigt, solange Sie leben. Nur Kinder, nicht Enkel erhalten einen Pflichtteil. Etwas anderes gilt nur, wenn Sie vor Ihrer Mutter versterben.

Aktuell würde es daher ausreichen, wenn Ihre Mutter Ihren jetzigen Sohn als Erben einsetzt. Lediglich Sie (und ggf. Ihre Geschwister oder der Ehemann ihrer Mutter) könnten nach dem Tod Ihrer Mutter dann Ihren Sohn, den Erben, auf den Pflichtteil in Anspruch nehmen. Sie können dies aber auch einfach unterlassen, so dass Ihrem Sohn das volle Erbe bleibt.

Wenn Sie Ihrer Mutter gegenüber auf den Pflichtteil verzichten (§ 2346 II BGB), wirkt dies gem. §§ 2346, 2349 BGB im Zweifel auch für Ihre Kinder. Gleichwohl empfiehlt es sich, das im Vertrag ausdrücklich klarzustellen. Allerdings müsste Ihre Mutter auch dann ein Testament zugunsten des Enkels verfassen, damit die gewünschte Erbfolge eintritt.

Sie sollten sich vor Ort - ggf. gemeinsam mit Ihrer Mutter - an einen Notar wenden, der dann die Einzelheiten der möglichen vertraglichen Regelung mit Ihnen erörtert.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


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