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Erbrecht Ausschlagung durch einen Miterben


| 08.02.2018 23:21 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer



Gemäß Erbvertrag sind zwei Personen je zur Hälfte Erben.
Der Nachlass ist überschuldet. Einer der Erben schlägt aus. Muss der zweite Erbe auch ausschlagen oder kann dieser Nachlassinsolvenz beantragen.
Wie verhält es sich mit dem Anteil des Erben, der ausgeschlagen hat? Wem steht dieser Anteil zu. Sucht das Nachlassgericht dann die nächste erbberechtigte Person
Im Erbvertrag ist keine Regelung darüber getroffen, wenn einer der Erben ausschlägt.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

der zweite Erbe muss nicht das Erbe ausschlagen, er kann die Schulden auch später, im Wege der Dürftigkeitseinrede oder der Nachlassinsolvenz nach den Paragraphen 1975 ff BGB abwehren. Letzteres ist aber mit Aufwand und Risiken verbunden - es empfiehlt sich in der Regel nur, wenn der Erbe davon ausgeht, dass doch noch Vermögen vorhanden ist, er aber länger als die in Paragraph 1944 BGB vorgesehene Sechs-Wochen-Frist für die Recherche benötigt.
Sicherer ist also die Erbausschlagung.

Nach Erbausschlagung sind von dem Nachlassgericht die gesetzlichen Erben zu ermitteln. Sind keine gesetzlichen Erben vorhanden, tritt der Staat in due Erbschaft ein (1936 BGB).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.02.2018 | 11:42

Sind Sie sich sicher, dass keine Anwachsung bei dem verbliebenen Erben erfolgt?
Warum fällt der Anteil nicht dem verbliebenen Erben zu. Wo ist hier die gestzliche Regelung?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.02.2018 | 13:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich hatte Ihre zweite Frage so verstanden, dass beide Erben ausschlagen. In diesem Fall findet keine Anwachsung statt.

Wenn aber nur einer der beiden Erben ausschlägt, wächst in der Tat sein Erbteil dem verbliebenen Erben an. Dies ist in § 2094 BGB geregelt. Diese Vorschrift gilt nur, wenn die eingesetzten Erben nach dem Willen des Erblassers die alleinigen Erben sein sollen, und wenn kein Ersatzerbe bestimmt wurde (§ 2096 BGB ), nach Ihren Angaben ist aber beides der Fall.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen Klarheit verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 11.02.2018 | 17:40


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