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Erbrecht Aufteilung

27.02.2021 18:52 |
Preis: 58,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Hallo, ich habe eine Frage bzgl. des Erbes:

Den Fall schildere ich kurz:

Vater meiner Frau verstorben. Er hinterlässt 2 Kinder und eine Frau (nicht die leibliche Mutter meiner Frau, aber die des 2. Kindes).

Gelebt haben der Vater, die Frau und das 2. Kind in der Wohnung des Vaters - eigene Immobilie.

Wie setzt sich das Erbe zusammen, wenn man ohne Testament vom Pflichtteil ausgeht?

Was steht den Kindern zu und was steht der Frau zu?




Danke im Voraus.





27.02.2021 | 20:22

Antwort

von


(1069)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrter Fragensteller,

ohne Testament erben die Kinder in der Regel jeweils zu 1/4 und die Ehefrau zu 1/2. Zumindest im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft = normale Ehe ohne besondere Regelungen des Güterstandes per Ehevertrag.

Siehe die §§ 1922 ff. BGB wie auch vor allem § 1931 Abs. 1 BGB:

"(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde."

Und auch § 1371 Abs. 1 BGB:

"1) Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben."

Siehe auch § 1371 Abs. 4 BGB, der aber hier wohl keine Rolle spielen dürfte:

"4) Sind erbberechtigte Abkömmlinge des verstorbenen Ehegatten, welche nicht aus der durch den Tod dieses Ehegatten aufgelösten Ehe stammen, vorhanden, so ist der überlebende Ehegatte verpflichtet, diesen Abkömmlingen, wenn und soweit sie dessen bedürfen, die Mittel zu einer angemessenen Ausbildung aus dem nach Absatz 1 zusätzlich gewährten Viertel zu gewähren."

Beachten Sie der Vollständigkeit halber bitte auch die Möglichkeit das Erbe binnen 6 Wochen auszuschlagen unter persönlichem Erscheinen bei der Geschäftsstelle Ihres Amtesgerichts vor Ort.

Über Ihre Nachfragen freue ich mich wie auch eine Bewertung mit 5,0 und danke hierfür im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Saeger



ANTWORT VON

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