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Erbrecht,Pflichtteilergänzung

02.02.2016 21:30 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Pflichtteilsrecht und Pflichtteilsergänzungen bei einer Enterbung durch eine Verfügung von Todes wegen - Erbvertrag/Testament

Mein Vater hat vor Ca 13 Jahren seiner 2ten Ehefrau,das Haus sowie zugehörigen Grundstück überschrieben(Schenkung?).
Nun ist letztes Jahr mein Vater mit 63 an Lungenkrebs verstorben.Der Kontakt ist davor Ca 2 1/2 Jahre durch Streitigkeiten eingeschlafen.Habe den Tod von meinem Papa am Telefon mitgeteilt bekommen,obwohl es vorher absehbar war.
Jetzt habe ich aus reinem Zufall gesehen dass die 2 te Ehefrau meines Vaters das Haus nun über Makler verkaufen will.
Mir sagte sie Ca paar Wochen nach dem Tod von meinem Papa,das ich keinen Pflichtteil mehr bekommen würde.
Hab aber nun von dem Pflichteilergänzungsgesetz gelesen.Habe ich nun doch noch eine Chance ???

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Pflichtteil stünde Ihnen dann zu, wenn Sie enterbt worden sind, dass heißt konkret, in einem Testament oder Erbvertrag als Erbe nicht berücksichtigt worden wäre, was geprüft werden muss. Normalerweise bekommen Sie diesbezügliche Hinweise und Akteneinsicht bei Nachlassgericht, Letzeres stets. Das Gericht ist zuständig, innerhalb dessen Ihr Vater seinen letzten Wohnsitz hatte - hinsichtlich des geltenden örtlichen Gerichtsbezirks.

Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, so hat ihm der Erbe auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen.

Pflichtteilsergänzungsansprüche haben Sie als allein - enterbter - Pflichtteilsberechtigter und auch als Erbe wie folgt:
Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.
Sind jedoch zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt.

Der eigentliche Pflichtteil können Sie demgegenüber geltend machen, die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und binnen der dreijährigen Verjährungfrist (ab Kenntnis vom Testament/Erbvertrag).

Die Pflichtteilsergänzung ist demgegenüber ein reiner Bonus.

Nur wäre es möglich, eine Nachlassverwaltung/-insolvenz und damit eine Beschränkung bzw. einen vollständigen Ausschluss durch die Erbin herbeizuführen. Auskunft können und sollten Sie dennoch jetzt verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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