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Erbrecht, zweite Ehe

14.04.2011 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Der Mann M hat zwei erwachsene Kinder aus der ersten geschiedenen Ehe und 100.000 EUR auf dem Konto. Er heiratet die Frau F, die zum Zeitpunkt der Eheschließung eine erwachsene Tochter und kein Vermögen (= 0) besitzt. Keiner der Kinder wurde vom Ehepartner adoptiert. Es wurden bei der Eheschließung keine Vereinbarungen oder Verträge zwischen dem Mann und der Frau geschlossen. Nach der Heirat ist das ersparte Vermögen auf 200.000 EUR angewachsen. Der Geldbeschaffer war stets der Mann (falls es überhaupt eine Rolle spielt).

Fall 1. Es gibt kein Testament und der Mann stirbt. Welche Summen würden erben
a. die Frau
b. die Kinder des Mannes
c. die Tochter der Frau

Fall 2. Es gibt kein Testament und die Frau stirbt. Welche Summen würden erben
a. der Mann
b. die Tochter der Frau
c. die Kinder des Mannes
Es geht also auch darum, wie ist rechtlich das Vermögen 200.000 aufgeteilt, wenn ein Ehepartner stirbt.
Und nun:
A. Beide Ehepartner möchten, dass die Kinder des Mannes das meiste erben und dass die Tochter der Frau unabhängig von der Sterbefolge möglichst wenig oder am besten gar nichts bekommt. Wie könnte die Lösung aussehen?

B. Nur der Mann möchte, dass die Kinder des Mannes das meiste erben und dass die Tochter der Frau unabhängig von der Sterbefolge möglichst wenig oder am besten gar nichts bekommt. Wie könnte die Lösung aussehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

leben die Ehepartner im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, bleibt jeder Ehepartner Eigentümer seines Vermögens. Es gibt kein eheliches Vermögen.

Bei der Beantwortung Ihrer Frage geh ich daher davon aus, dass das Endvermögen der Ehepartner in Höhe von Euro 200.000 ausschließlich im Eigentum des Mannes steht.

Daraus ergeben sich folgende Erbanteile

Fall 1

1. die Frau erbt die Hälfte des Nachlasses des Mannes, das heißt Euro 100.000
2. die Kinder des Mannes erben ebenfalls Euro 100.000 zu gleichen Teilen
3. die Kinder der Ehefrau haben keinen gesetzlichen Erbanspruch, da sie keine Abkömmlinge des Mannes sind.

Fall 2

Da nach ihrer Schilderung die Ehefrau kein eigenes Vermögen hat, beträgt der Wert des Nachlasses der Ehefrau Euro 0. Die Erben erhalten daher nichts.

Soll die gesetzliche Erbfolge nicht eintreten, muss der Erblasser allein oder zusammen mit der Frau ein Testament aufsetzen. Darin können der Mann und die Frau bestimmen wer zu welchen Anteil Erbe des Vermögens des jeweils verstorbenen werden soll.

Wenn die Frau ihre Tochter durch Testament von der Erbfolge ausschließt, hat die Tochter im Falle des Todes der Frau nur Anspruch auf dem Pflichtteil.

Ich bitte um Nachsicht, dass eine genaue Formulierung im Rahmen einer Erstberatung nicht erfolgen kann, da es dazu einer ausführlichen Beratung über die Vorteile und Nachteile eines einzelnen Testamentes oder eines gemeinsamen Testamentes bedarf.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, 
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen 
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. 
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen. 

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben. 
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage. 
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüßen 

Ingo Bordasch 
Rechtsanwalt 

Tel.: 030 - 293 646 75 
Fax.: 030 - 293 646 76 
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de 

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Nachfrage vom Fragesteller 14.04.2011 | 14:53

Zum Zeitpunkt der Eheschließung betrug das Vermögen der Frau 0.
In der Zeit der Ehe ( in der Zugewinngemeinschaft) wurden aber zusätzlich 100.000,- EUR erwirtschaftet. Beträgt das Vermögen der Frau zum Zeitpunkt Ihres Todes dann nicht 50.000,- EUR? (= die Hälfte des Zugewinns)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.04.2011 | 16:48

Sehr geehrter Fragesteller,

auch in der Ehe bleibt jeder Ehegatte Eigentümer seines Eigentums. Es gibt keine gemeinsames in der Ehe erwirtschaftetes Vermögen.

Daher gibt es den Zugewinnausgleich, der den unterschiedlichen Vermögenszuwachs eines Ehepartners Rechnung trägt. Daher handelt es sich auch um einen Ausgleich , wenn einer der Ehegatten einen höheren Zuwachs hat, als der andere. Dadurch wird aber noch keine Eigentumsposition begründet die auf die Erben durchschlägt.

Im Falle der Scheidung und der Durchführung des Zugewinnausgleichs wird die Ehefrau Eigentümerin am Vermögenszuwachs des Ehemannes, aber erst dann.

Sollte der Mann seiner Frau während der Ehe Teile seines Vermögens übertragen, steigt natürlich das Vermögen der Frau auch schon während der Ehe.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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