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Erbrecht, Vertraulichkeit von persoenlichen Unterlagen des Verstorbenen

1. März 2014 03:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Tante (kein Testament und keine eigenen Kinder) ist verstoben und eine grosse Erbgemeinschaft erbt. Ein Verwandter fuehrt/verwaltet mit Zustimmung aller die Erbaufloesung. Dieser "Erbaufloeser" hat auch alle persoenlichen Unterlagen des Verstorbenen, darunter Briefe und alte Bankverbindungen.

Vor ca. 20 Jahren hat die Tante an einzelne Verwandte Schenkungen veranlasst (steuerlich unerheblich). Ueber Lebenzeiten hat sie dies dem weiten Verwandtschaftskreis (= heutige Erbgemeinschaft) m.E. sehr bewusst verschwiegen, wahrscheinlich, um keinerlei Neid, Verstimmung und auch Ansprueche ihr gegenueber, etc. auszuloesen. Nun hat unser "Erbaufloeser" diese alten Bankunterlagen alle gelesen, womit wir grundsaetzlich kein Problem haben - er darf ja ggf. auch nach offene versteckte Forderungen suchen.

Unangenehmerweise beginnt er jetzt diese auch fuer ihn bis dato unbekannten alten Schenkungen auszuplaudern, welche die Tante 20 Jahre verschwiegen hat. Die Brisanz ist er sich dabei bewusst.

Ist das zulaessig? oder gibt es standardisierte Gesetze, die so etwas verbieten?

Vielen Dank.

1. März 2014 | 08:29

Antwort

von


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96114 Hirschaid
Tel: 0123456789
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich treten alle Erben in Erbengemeinschaft an die Stelle des Erblassers und können die vormals diesem zustehenden Rechte - nur gemeinschaftlich - ausüben. Etwas anderes gilt aber für Auskunftsansprüche: Diese kann jeder Miterbe alleine, wenn auch für die Erbengemeinschaft geltend machen.
Untereinander haben die Miterben ebenfalls verschiedene Auskunftsansprüche, zu denken ist dabei zB an den Pflichtteilsergänzungsanspruch oder binnen 10 Jahren an greifbare Schenkungen. Aus diesem Grunde kann es dem Erbschaftsbevollmächtigten nicht verwehrt werden, die Auskünfte zu erteilen.

Wie Sie mit teilten, sind die Schenkungen alle bereits vor langer Zeit erfolgt. Es kann daher nur vermutet werden, dass die Schenkungen von der Erblasserin wohl überlegt waren. Um in jeder Hinsicht hinderliche Missstimmigkeiten in der Erbengemeinschaft zu vermeiden, kann allen Miterben nur empfohlen werden, diese Verfügungen - auch aus Respekt vor der Erblasserin - zu akzeptieren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning

Rückfrage vom Fragesteller 2. März 2014 | 16:56

Jawohl, Auskunftsansprueche hat jeder der Erben und der Erbschaftsbevollmaechtige kann auch alles verbreiten was ggf. steuerrechtlich relevant ist oder wo es ggf. Ergaenzungsansprueche fuer Erben geben koennte, ... Das ist fuer mich nachvollziehbar und gewiss auch schlicht die Aufgabe eines Erbschaftsbevollmaechtigen.

Aber: Unser Erbschaftsbevollmaechtige hat nun jedoch Zugang (grundsaetzlich jeder der Erbe ja auch) zu Informationen und veroeffentlicht jetzt uralt Themen vor 20 Jahren (also steuerlich etc. nicht mehr relevant) und nur in der Absicht, die Verwandschaftszweige aufzuhetzen, wohlwissend, dass die verstorbene Tante diese Informationen bewusst nicht ausgetauscht haben wollte und darueber zu Lebenzeiten ausnahmslos schwieg!

Wenn meine Beschreibung (die gewiss schwer beweisbar ist) genauso zutreffend waere, dann kann ich mir es nicht vorstellen, dass unser Recht dies duldet. Koennen Sie mir ggf. Gesetze nennen, die ich unseren Erbschaftsbevollmaechtigen zusenden kann, dass er mit dieser Anstichelei ggf. aufhoert.

Fuer mich macht es einen grossen Unterschied, ob Altinformationen im Sinne einer ordentlichen Erbschaftsaufloesung verbreitet werden oder eben selbst gelesen werden, wenn man die alten Unterlagen als Erbe selbst sichtet, oder ob jemand diese zum Ansticheln oder sogar als Drohung einsetzt verwendet.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 3. März 2014 | 20:10

Hallo

und vielen Dank für Ihre Nachfrage. Leider gibt es keine Rechtsvorschriften, die einem Erbschaftsbevollmächtigten verbieten, seine Erkenntnisse unter den Erben zu verbreiten. Sofern er dieses Wissen nutzt, um Unfrieden zu verbreiten, ist dies zwar unerfreulich, jedoch leider rechtlich nicht justitiabel. Allerdings kann dem Erbschaftsbevollmächtigten die Vollmacht entzogen werden, so dass er nicht mehr alleine handeln kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

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