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Erbrecht, Schenkung

| 16.10.2013 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Der Fall:

Ende Januar überweist eine Mutter ihren Sohn ein Darlehn über 4000,00 €.
Anfang Juni verstirbt die Mutter. Ca. 3 Wochen vorher bestätigt sie zur Tochter, dass es sich bei den 4000,00 € um ein Darlehn handelt, welches zurückgezahlt werden müsse. Das wäre in auch einem Schreiben festgelegt.

Eine Weile nach dem plötzlichen Tod der Mutter (lt. Testament erben beide Kinder zu gleichen Teilen), fragt die Tochter den Bruder, wann er gedenkt, das Geld zurück zu zahlen. Daraufhin sagt der Sohn, die Mutter hätte ihm das Geld geschenkt, er müsse es nicht zurückzahlen. Das Schreiben ist nicht mehr auffindbar.

Frage: Muss die Summe zurückgezahlt werden, bzw. fällt sie mit in die Erbmasse.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sofern das Geld von der Mutter dem Bruder als Darlehen überlassen wurde, besteht ein Darlehensrückzahlungsanspruch, der als Nachlassforderung auf die Erbengemeinschaft übergegangen ist. Das heißt, der Bruder ist verpflichtet, den Darlehensbetrag zzgl. eventueller Zinsen an die Erbengemeinschaft (bestehend aus der Schwester und ihm selbst) zurückzuzahlen. Für die Wirksamkeit eines solchen Darlehensvertrags bedurfte es auch keiner Schriftform, d.h. er konnte mündlich geschlossen werden.

Tatsächlich wird die Schwester jedoch im Streitfalle bzw. vor Gericht das Problem haben, dass sie beweisen muss, dass das Geld nicht als Geschenk, sondern als Darlehen überlassen wurde. Dies wird ihr, sofern keine anderen Beweismittel (Unterlagen, Zeugen etc.) zur Verfügung stehen, nicht gelingen.

Wenn es sich jedoch, wie der Bruder behauptet, um eine Schenkung gehandelt hat, kann die Schwester nach §§ 2325, 2326 BGB gegenüber dem Bruder einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen. Da die Schenkung erst kurz vor dem Erbfall stattfand, müsste sie danach einen Betrag von 1.000,00 € herausverlangen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2013 | 16:43

Danke, für die Information. Sie hat mir schon sehr geholfen.

Noch eine Frage: müsste der Betrag der herausverlangt werden kann, nicht 2000,00 € betragen, da die Überweisung ja im ersten Jahr vor dem Tod (noch keine 4,5 Monate)getätigt wurde?

Noch mals vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.10.2013 | 16:50

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage!

Im Wege der Pflichtteilsergänzung wird die Schenkung fiktiv dem Nachlass hinzugerechnet. Von diesem Wert kann die Schwester die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils, der 1/2 beträgt, beanspruchen. Die Hälfte von 1/2 Erbteil von 4.000,00 € sind somit 1.000,00 € (entspricht einem Viertel).

Mit freundlichen Grüßen

Gunnar Wessel
Rechtsanwalt


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FRAGESTELLER 18.10.2013 5/5,0
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