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Erb/pflichtsteilberechnung


| 18.04.2005 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich gern informieren, wie die einzelnen Summen errechnet werden.

Frage: Wir gehen von einem Nachlasswert von 150.000€ aus.

Das Testament sagt aus:
Person 1 erhält 47,5%
Person 2 erhält 47,5%
Person 3 erhält 5 %

Person 1 u. 2 müssen ein Vermächtnis erfüllen an 3 Enkel je 7.000,-€ auszahlen.

Person 4 wurde der Pflichtteil zugesprochen.

_______________________________________________________________
· Wie errechnet sich die Summe: wie hoch ist der Anteil von Person 1; 2; 3 + 4 in Zahlen ungefair.

· Kann ich die zukünftig anfallenden Grabpflegekosten über die Dauer der gemieteten Grabstätte anrechnen bzw. abziehen, welche Summe?

· Für Wohnungsauflösung (35m²) Pflegeheim und Hausauflösung (239 m²) habe ich einen großen Zeitaufwand gehabt, und habe damit mehrere Tage verbracht, die von meiner Arbeitszeit abgingen.
Da ich Angestellte bin wird mein Stundensatz mit 62,-€ berechnet. Kann ich meinen Ausfall in den Nachlasswert mit einbringen. Familie von Person 4 wohnt im Ort, hat sich jedoch seit Jahren nicht gekümmert o. beteiligt..

· Es gab mündliche Absprachen mit dem Verstorbenen, wie werden die gehandhabt.
So soll einem 4.Enkel der gleiche Betrag (7.000€) zugestanden werden. Es gibt nur 4 Enkel. Die Personen 1 – 3 u.a. haben davon Kenntnis.

Die Wohnungs- bzw. Hausauflösung ist bereits abgeschlossen, es wurden keine Möbel, Hausrat veräußert, sondern einer wohltätigen Einrichtung bzw. einem Caritativen Einrichtung (Arbeitslose/Drogenberatung etc.) gegen Selbstabholung zur Wiederaufbereitung überlassen. Wie soll ich hier den Wert des Hausrats etc. angeben. Meines Erachtens muss er Null lauten.
Mit freundlichem Gruß
Fragesteller Person 2

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Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

zu 1)
Das Vermächtnis, welche 1 und 2 zu erfüllen haben, hat keine unmittelbare Auswirkung auf die letztendliche Erbquote.

zu 2)
Leider kann ich Ihrer Anfrage nicht die zentrale Tatsache entnehmen, im welchen Verwandschaftsverhältnis die genannten Personen stehen.

Die genaue Erbquote kann ich mangels genauerer Angaben deswegen zunächst nur mit der Unterstellung, die Personen 1 bis 4 wären gleichberechtigte gesetzliche Erben -zB Geschwister- , berechnen bzw. Ihnen eine grobe Linie zeigen.

Erster Schritt wäre dann das Testament: 47,5% / 47,5% / 5 % / o%. Zweiter Schritt ist der gesetzliche Pflichteil, hier 25% durch 2, also 12,5 %. Diese 12,5% werden dann im Anteil der Erben 1-3 von der testamentarischen Quote abgezogen, also bei Personen 1 und 2 47,5% minus 5,9375% gleich 41,5625%, bei Person 3 käme hier allerdings ein Minuswert raus, so das die Berechnung nur "funktioniert", wenn Person 3 nicht zu den gesetzlichen, also ebenfalls pflichtteilsberechtigten Erben gehört, da sie ja sonst ebenfalls den Pflichtteil einfordern könnte und man wieder bei der gesetzlichen Quotierung angekommen wäre. Eine genaue Bezifferung kann ich Ihnen deswegen auf der Grundlage Ihrer Angaben hier nicht geben. Ich stelle Ihnen aber die Benutzung der kostenlosen Nachfragefunktion anheim.

zu 3)
Die Erben tragen an sich die Kosten der Beerdigung des Erblassers (§ 1968 BGB). Dazu gehören mit der Rechtsprechung aber nicht die Grabpflegekosten, da sie nur einer sittlichen, aber keiner rechtlichen Verpflichtung entspringen. Anders ist es nur, wenn der Erblasser einen Erben testamentarisch dazu verpflichtet hat oder bereits einen Grabpflegevertrag abschloss, dann, aber nur dann gehören sie zu den Nachlassverbindlichkeiten. Im Ergebnis ist Ihre Frage deswegen mit Ja zu beanworten, eine genaue Summe ist hier nirgendwo festgelegt oder gerichtlich entschieden.

zu 4)
Diese Kosten treffen NICHT den Nachlass und ergo nicht die Erbengemeinschaft. Sie können deswegen von Ihnen geltend gemacht werden, wobei mir allerdings der von Ihnen genannte Stundensatz erhöht erscheint.

zu 5)
Mündliche Zusagen sind irrelevant. Es gilt nur das Testament.

zu 6)
Auf Grundlage Ihrer Schilderung spricht viel dafür, den Hausrat tatsächlich bei Null anzusetzen.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2005 | 19:40

Person 1 Geschwister
Person 2 Geschwister
Person 3 Lebensabschnittsgefährtin

Person 4 Geschwister

Das Vermächtnis welche 1 + 2 erfüllen müssen, müssen diese dann aus ihrem erworbenen Erbe bestreiten?

Person zu 4 hatte sich bereits den Erbteil der Mutter auszahlen lassen, muss das noch beachtet werden.

Danke für IHre schnelle Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2005 | 19:50

Dann geht die "Lebensabschnittsgefährtin" leer aus.

Das Vermächtnis ist aus dem Erbe zu bestreiten.

Auf den Pflichtteil ist anzurechnen, was der Berechtigte von dem Erblasser mit der Bestimmung der Anrechung erhalten hat (§ 2315 BGB), ebenso ist bei Abkömmlingen die Pflicht zur Ausgleichung von Vorempfängen und Vorleistungen zu beachten (§§ 2316, 2050ff, 2057a BGB).

Schönen Abend noch, RA Schimpf

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