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Erbgemeinschaft eines Hauses

| 29.04.2014 19:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Zur Auseinedersetzung einer Erbengemeinschaft hinsichtlich eines Huasgrundstücks.

Guten Tag,
unser Vater hat uns ein Haus jeweils für 4 Erben mit gleichem Anteil 1/4 pro Erbe vermacht. Die 3 Erben wollen das Haus verkaufen. Ich nicht. Nun droht meine Schwester mit einer Klage zu meiner Unterschrift und Zustimmung zum verkauf. Können die 3 Erben gerichtlich meine Unterschrift einklagen? Ich will NICHT verkaufen. Wer bezahlt die Kosten eines Rechtstreites wenn ich nur dem Verkauf nicht zustimme? Was bringt eine Teilungszwangsversteigerung wenn man einen Erben gerichtlich zwingt entgegen seiner Überzeugung eine Unterschrift bzw. eine Zustimmung zum Verkauf zuzustimmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Bei einer Erbengemeinschaft kann nach § 2042 Abs. 1 BGB jeder Miterbe jederzeit die Auseinandersetzung verlangen.

Nach § 2042 Abs. 2 BGB sind die Vorschriften der §§ 750 bis 758 BGB anwendbar.

Nach § 752 BGB erfolgt die Teilung in Natur, "wenn der gemeinschaftliche Gegenstand sich ohne Verminderung des Wertes in gleichartige, den Anteilen der Teilhaber entsprechende Teile zerlegen lässet".

Bei einem Grundstück ist dies nicht möglich. In solchen Fällen erfolgt die Aufhebung der Gemeinschaft nach § 753 Abs. 1 BGB "bei Grundstücken durch Zwangsverteigerung und durch Teilung des Erlöses".

Die Teilungsversteigerung erfolgt nach § 180 Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG).

2.
Ihre Fragen sind daher wie folgt zu beantworten:

Sie können zwar entgegen der Auffassung der anderen Erben nicht erfolgreich auf Zustimmung zum Verkauf des Hausgrundstücks verklagt werden.

Die anderen Miterben können aber Antrag auf TEILUNGSVERSTEIGERUNG nach § 180 ZVG stellen.


Dies verursacht Kosten, die aus dem Versteigerungserlös zu decken sind.

Sinn einer Teilungsversteigerung ist es wie oben ausgeführt, dass anschließend der Erlös unter den Miterben geteilt werden kann.

Der Erlös bei einer Teilungsversteigerung ist oft geringer als bei einem freihändigen Verkauf.

Sie sollten daher Ihren ablehnenden Standpunkt zu einem von den anderen Miterben geplanten Verkauf nochmals überdenken.

Sie können eine Auseinandersetzung durch Teilungsversteigerung letztlich nicht verhindern, es sei denn Sie wären selbst bereit und in der Lage, das Hausgrundstück selbst zu kaufen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 01.05.2014 | 11:26

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"sehr gut beantwortet unter Angaben der Gesetzmäßigkeiten und Artikeln im Geset. Danke"
FRAGESTELLER 01.05.2014 5/5,0
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