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Erbgemeinschaft, Verwahrlosung des Hauses durch einen Erbe

24.04.2021 11:10 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


16:37

Guten Tag,
wir sind eine Erbgemeinschaft (5 Geschwister).
Es gibt das Elternhaus in dem mein Bruder lebt.
Mein Vater hat damals an seinem Sterbebett ( vor 23 Jahre) mir gegenüber geäußert, dass ich meinen Bruder bitte im Haus wohnen lassen solle. Dies tat ich und nun haben wir nur Probleme. Mein Bruder hat aus dem Haus ein Messihaus gemacht und es wirklich komplett verwahrlosen lassen. Das Haus ist komplett marode und baufällig. Mittlerweile hat das Dach ein riesen Loch und weitere Baumängel sind vorhanden.
Mein Bruder lehnt jegliche Art von Hilfe ab und die schlösser im Haus hat er ausgetauscht, so dass wir nicht mehr ins Haus kommen.
Die Nachbarschaft und Gemeinde beschweren sich andauernd über den bestalischen Gestank etc. bei uns und uns sind die Hände gebunden.
Wir hatten bereits Kontakt mit dem sozialmedizinischen Beratungsdienst vom Gesundheitsamt. Dieser konnte uns leider auch nicht weiterhelfen, da es ein privatrechtliches Problem ist.

Nun zu unserer Frage :
Was können wir tun um den Bruder aus dem Haus zu bekommen und ist das damals ausgesprochen 'Wohnrecht' rechtens bzw noch gültig?

Vielen Dank im Voraus.

24.04.2021 | 11:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1.

Zum einen könnte man sich überlegen, ob Ihr Bruder nicht unter eine gesetzliche Betreuung zu stellen wäre.

Allerdings würde ihr Bruder dazu gehört werden und gegen den Willen der Person wird nur in Einzelfällen eine Betreuung angeordnet.

Gleiches gilt sofern eine psychische Krankheit vorliegen, auch hier könnte man über eine Betreuung beziehungsweise einen stationären Aufenthalt nachdenken.

Beide sind allerdings sehr aufwändige Prozedere, die von vielen Faktoren abhängen. Im Zweifel wird also nicht davon ausgehen können, dass diese von der Erfolg gekrönt sein werden.

2.

Ist die ErbenGemeinschaft noch nicht aufgelöst, so könnte man hier mit der gemeinsamen Verwaltung des Nachlasses argumentieren und den Bruder zwingen, Maßnahmen am Haus zu akzeptieren.

Dies gilt insbesondere mit Blick auf das Dach.

Die Maßnahmen können gerichtlich eingeklagt und auch durchgesetzt werden, notfalls wird Zwang.

Da kein grundbuchmäßig gesichertes Wohnrecht vorliegt, könnte auch überlegt werden, die Leihe zu beenden und das Haus räumen zu lassen.

Hierzu wäre eine Klage anzustreben und die Räumung per Gerichtsvollzieher durchzusetzen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 26.04.2021 | 11:26

Vielen Dank für die Antwort.
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ein Betreuer bereits vom Gericht gestellt wurde. Dieser kommt allerdings auch nicht an meinen Bruder ran und kann uns auch nicht helfen.
Somit bleibt uns wahrscheinlich nur der Weg das ganze einzuklagen um ihn aus dem Haus zu bekommen.
Sollten wir allerdings alle aus der Erbgemeinschaft austreten, ist er ja dann Alleinerbe. Besteht denn überhaupt die Möglichkeit, nachträglich aus einer Erbgemeinschaft auszutreten? Und habe ich es richtig verstanden, dass kein Wohnrecht bzw Mietvertrag vorliegt und wir ihn somit durch eine Klage aus dem Haus bekommen können?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.04.2021 | 16:37

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Die Frist, um das Erbe auszuschlagen, ist sechs Wochen nach Kenntnis abgelaufen. Danach können Sie nicht mehr aufhören Erbe zu sein.

Nach meinem Verständnis liegt kein Wohnrecht oder Mietvertrag vor, sondern eine Leihe der Erbengemeinschaft an einen Erben. Die Leihe kann beendet werden, allerdings müssen alle Erben zustimmen. Man könnte hier auf Zustimmung klagen bzw. gerichtlich dafür sorgen, dass die Erbmasse ordentlich verwaltet wird.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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