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Erbfreibetrag im Ausland

| 16.04.2017 05:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Hintergrund:
ich lebe zusammen mit meiner Ehefrau und meiner Tochter seit 5 Jahren in Thailand. Ich habe die deutsche, meine Ehefrau die thailaendische und meine Tochter die doppelte Staatsbuergerschaft (Thai und Deutsch). Meine Ehefrau und ich haben in Deutschland geheiratet.

Wir haben auch keinen Wohnsitz in Deutschland und sind dort auch seit 5 Jahren abgemeldet.
Da ich Einnahmen in deutschland habe, werde ich dort als unbeschraenkt steuerpflichtiger behandelt (auf Antrag). Meine Ehefrau ist nicht in Deutschland steuerpflichtig, da keine Einnahmen in Deutschland vorhanden sind.
Mein Hauptvermoegen befindet sich in Deutschland. In Thailand habe ich nur geringfuegig Vermoegen.

Meine Frage ist, sollte ich zuerst versterben, welcher Freibetrag im Erbfall steht meiner Frau und meiner Tochter zu? Der normale Erbfreibetrag von 500000 bzw. 400000 EUR oder 2000 EUR. Habe unterschiedliche Quellen gefunden.

Eine zweite Frage. Sollte ich zuerst versterben, wie kann ich zu Lebzeiten sicherstellen, das ein Rechtsanwalt bei Eintreten des Erbfalles meine Frau/Tochter bei der Erbabwicklung unterstuetzt (z. B. wenn meine Frau ein hoeherer Erbfreibetrag zusteht als das Finanzamt ermittelt)?

Meine Frau hat fast keine Deutschkenntnisse geschweige denn Ahnung von Recht und es bestuende die Gefahr, das sie einfach einen Bescheid vom Finanzamt ohne zu hinterfragen akzeptieren wuerde und im schlimmsten Fall ein Haufen Erbschaftssteuer gezahlt werden muesste.


Mit freundlichen Gruessen

Christian Denk

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Im vorliegenden Fall wird zwar das deutsche Erbrecht gelten, da Deutschland den Erbfall nach dem Recht des Heimatstaates des Erblassers beurteilt. Bei einem deutschen Staatsangehörigen ist also deutsches Erbrecht für sein in- und ausländisches Vermögen maßgebend. Unerheblich ist dabei der Wohnsitz.

Davon unabhängig ist jedoch die Frage der Erbschaftsteuer zu beurteilen. In Ihrem Fall dürfte für Ihre Frau und Tochter überhaupt keine Erbschaftsteuer in Deutschland anfallen, da dies nur dann der Fall wäre wenn Sie (oder Ihre Angehörigen) in den letzten 5 Jahren einen Wohnsitz in Deutschland gehabt hätten (vgl. § 2 ErbStG). Dass bedeutet, es würde in Deutschland überhaupt keine Steuerpflicht entstehen und auf den Freibetrag kommt es gar nicht an. Möglicherweise wäre das Erbe jedoch in Thailand zu versteuern.

Um die Abwicklung des Erbes in Deutschland zu gewährleisten, könnten Sie in Ihrem Testament einen Testamentsvollstrecker bestimmen, der alle rechtlichen Angelegenheiten für die Erben in Deutschland erledigt (u.a. Erbscheinverfahren beim Nachlassgericht). In Ihrem Fall als Auslandsdeutscher wäre das Nachlassgericht Berlin-Schöneberg zuständig. Rechtsanwälte sind regelmäßig als Testamentsvollstrecker tätig - gerne stehe ich Ihnen in diesem Zusammenhang für weitere Fragen zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili, LL.M. ( Sydney)
Rechtsanwalt

GEISMAR Rechtsanwälte
Marburger Straße 5
10789 Berlin

Www.geismar-rechtsanwaelte.de

A.Nadiraschwili@geismar-rechtsanwaelte.de

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2017 | 05:56

Sehr geehrter Herr Nadiraschwili,

ich weiss ja nicht, was zukuenftig passiert und ob ich mal nach Deutschland zurueck und wieder nach Thailand gehen wuerde. Wie hoch ware denn der Freibetrag, wenn ich innerhalb der letzten 5 Jahre meinen Wohnsitz in Deutschland hatte und in Thailand mit meiner Familie lebe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2017 | 06:53

In diesem Fall würden die von Ihnen genannten Freibeträge gelten (500.000 Euro für Ihre Ehefrau bzw. 400.000 für Ihre Tochter), dies ebenfalls unabhängig vom Wohnsitz bzw. der Staatsangehörigkein der Erben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.04.2017 | 03:18

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FRAGESTELLER 17.04.2017 5/5,0
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