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Erbfrage

29.07.2013 15:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag,
Es geht um folgendes:
bis 1978 war ich verheiratet, 3 Kinder, Trennung
unser Häuschen überschrieb ich an meine Exfrau.
seit 1983 bis heute erneut verheiratet, 2 Kinder, Häuschen zusammen mit meiner Frau,
und einige Aktien 8 statt bzw. für die Rente) . teils auch auf Namen meiner Frau.
alle Kinder längst volljährig.
Obwohl wir uns bestens verstehen, möchte ich gern folgendes klären
Fragen:
1a) im Fall meines Todes, bin 69J, wird das Erbe wie/an wen verteilt?
1b) können wir die Erbfrage so regeln – beim Notar oder Vormundschaftsgericht ? -
dass das gesamte Vermögen an den Überlebenden geht? also meine Frau oder mich.
2a) im Fall des Todes meiner Frau, wirr das Vermögen wie/an wen verteilt?
2b) vgl. 1b)
3) im Fall des Todes meiner Ex-Frau, wird deren Vermögen wie/an wen verteilt?

Sie können gern die Antworten einfach in meinen Text hinter die Fragen setzen.
freundlich grtüßend
P.Parisius

Sehr geehrter Fragensteller,

die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Angaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung nicht ersetzen kann.

Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1a) im Fall meines Todes, bin 69J, wird das Erbe wie/an wen verteilt?

Wird der Güterstand der Zugewinngemeinschaft (ich gehe davon aus, dass sie in Zugewinngemeinschaft leben) durch den Tod eines Ehegatten beendet, erhöht sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten (Ihrer jetzigen Frau) pauschal um 1/4 der Erbschaft (§§ 1931 III,1371 I BGB).

Danach ergeben sich neben den Erben erster Ordnung (zu denen alle Ihre leiblichen Kinder gehören) folgende Anteile:

Ihre jetzige Ehefrau erbt 1/2, die Kinder teilen sich den Rest zu gleichen Teilen.

Ihre Ex-Frau erbt nach der gesetzlichen Erbfolge nicht, da das Ehegattenerbrecht nach einer Scheidung ausgeschlossen ist.


1b) können wir die Erbfrage so regeln – beim Notar oder Vormundschaftsgericht ? -
dass das gesamte Vermögen an den Überlebenden geht? also meine Frau oder mich.

Sie können ein Testament gemeinsam handschriftlich selbst verfassen, ein sog. Berliner Testament, in dem Sie und Ihre Frau sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzen. Der überlebende Ehegatte erbt dann zunächst alles.

Überdies können Sie selbstverständlich einen Notar Beauftragen.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Beauftragung eines Rechtsanwalts mit der Erstellung eines Berliner Testaments, dass Sie dann jedoch handschriftlich abschreiben müssten.

Es kommt meiner Ansicht darauf an, was zu regeln ist. Bei umfangreichen Vermögen und enstprechenden Wünschen, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei richtet sich der Wert der Gebühren (bei Notar oder Anwalt) grds. nach der Höhe des zu vererbenden Vermögens.


Bitte beachten Sie jedoch etwaige Pflichtteilsansprüche Ihrer leiblichen Kinder.

Die Kinder aus erster Ehe werden wohl im Falle Ihres Todes, ihre Pflichteilsansprüche gegen Ihre jetzige Frau, als testamentarisch bedachte Alleinerbin, geltend machen (Schuldrechtlicher Anspruch).

Zwar werden auch die Kinder, die Sie mit Ihrer jetzigen Frau haben, bei einem Berliner Testament zunächst von der Erbfolge ausgeschlossen. Diese erben jedoch grundsätzlich nach dem Tod des Letztversterbenden.


2a) im Fall des Todes meiner Frau, wirr das Vermögen wie/an wen verteilt?

Siehe Antwort zu 1a). Sie erben 1/2, Ihre gemeinsamen Kinder (Kinder aus 2. Ehe) den Rest zu gleichen Teilen (Gesetzliche Erbfolge).


2b) vgl. 1b)

Siehe Antwort zu 1b) Auch hier haben Sie die oben genanten Möglichkeiten. - Notarielles Testament, Erbvertrag, eigenhändig verfasstes (Berliner)- Testament.


3) im Fall des Todes meiner Ex-Frau, wird deren Vermögen wie/an wen verteilt?

Wenn Ihre Ex-Frau kein Testament verfasst hat, in dem Sie bedacht sind, erben Sie nach der gesetzlichen Erbfolge nicht. Das Ehegattenerbrecht ist nach einer Scheidung ausgeschlossen (s.o.).

Es erben lediglich (bei gesetzlicher Erbfolge) die gemeinsamen Kinder aus Ihrer 1. Ehe.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Bei Nachfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich weise abschließend darauf hin, dass es durch Hinzufügen und Weglassen wesentlicher Umstände im Sachverhalt, durchaus zu einer anderen rechtlichen Bewertung kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2013 | 17:18

Sehr geehrter Herr Pohtmann,

zunächst vielen Dank
das für mich Unklare in blau-kursiv , hängt auch mit dem mißverständlichen Wort „danach" ob kausal oder temporal oder doppelt erläutert gemeint.


1a) im Fall meines Todes bei Zugewinngemeinschaft

, erhöht sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten (Ihrer jetzigen Frau) pauschal um 1/4 der Erbschaft (§§ 1931 III,1371 I BGB).

d.h. Also ¼=25% von Herrn Ps Anteil am Besitz (50%) womit ihr75% vom Besitz gehören, da Frau P ja sowieso 50% gehören?

Den Rest teilen sich zu je 20 %tel die Kinder
also das restliche Viertel? d.h. jedes der 5 Kinder bekommt 5%

Danach?? Sie meinen obiges in anderen Worten?
ergeben sich neben den Erben erster Ordnung (zu denen alle Ihre leiblichen Kinder gehören) folgende Anteile:

Ihre jetzige Ehefrau erbt 1/2, die Kinder teilen sich den Rest zu gleichen Teilen.
Also nochmals: Frau ½, 5 Kinder je 1/5el? = macht zusammen 50%, mein Anteil am Besitz?


Bitte beachten Sie jedoch etwaige Pflichtteilsansprüche Ihrer leiblichen Kinder.
Wieso?
Die Kinder aus erster Ehe werden wohl im Falle Ihres Todes, ihre Pflichteilsansprüche gegen Ihre jetzige Frau, als testamentarisch bedachte Alleinerbin, geltend machen (Schuldrechtlicher Anspruch).

was heißt das? wenn doch durch Berliner Testament meine Frau alles erbt?

soweit
Danke fg pp
maile ich nochmals direkt an Ihre email

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2013 | 18:05

Sehr geehrter Fragensteller,

gerne Antworte ich auch Ihre Nachfrage wie folgt:

"Danach" bedeutet in diesem Zusammenhang - nach dem im vorigen Abschnitt erläuterten.


Es erhöht sich der Anteil der 2. Ehefrau pauschaul um 1/4.

Das bedeutet, an Ihrer Hälfte des Miteigentums erbt Ihre Frau die Hälfte (1/2 = 1/4 + 1/4 ). Die andere "Hälfte" teilen sich Ihre leiblichen Kinder zu gleichen Teilen.

Auch an Sachen die möglicherweise in Ihrem alleinigen Eigentum stehen (z.B. auf Ihren Namen laufendes Sparbuch) erbt Ihre Frau die Hälfte, die andere Hälfte erben auch hier wieder Ihre Kinder zu gleichen Teilen.

Beachten Sie, dies gilt nur wenn kein Testament vorliegt.



Bitte beachten Sie jedoch etwaige Pflichtteilsansprüche Ihrer leiblichen Kinder.
Wieso?
Die Kinder aus erster Ehe werden wohl im Falle Ihres Todes, ihre Pflichteilsansprüche gegen Ihre jetzige Frau, als testamentarisch bedachte Alleinerbin, geltend machen (Schuldrechtlicher Anspruch).

was heißt das? wenn doch durch Berliner Testament meine Frau alles erbt


Ihre Frau wird zwar zunächst Alleinerbin, jedoch bestehen dennoch Pflichtteilsansprüche Ihrer Kinder gegen Sie. Diese kann man grds. nicht ausschließen.

Dies kommt grds. nur bei Erbunwürdigkeit und Pflichtteilsverzicht in Betracht (§ 2339 BGB). Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, bleibt das Pflichtteilsrecht bestehen. Daher ist der Begriff "Alleinerbe" nicht im wörtlichen Sinne zu verstehen.

Vor allen Ihre Kinder aus 1. Ehe könnten den Pflichtteil fordern, da Sie ja durch ein Berlinder Testament enterbt würden. Dies begründet einen Anspruch in Geld, gegen Ihre Frau als Erbin (Schuldrechtlicher Anspruch).


Ihre Kinder aus der 2. Ehe werden wohl auf Ihren Pflichtteilsanspruch zunächst verzichten, da sie bei einem Berliner Testament ja grds. nach dem Tod Ihrer Frau erben. (sog. Pflichtteilklausel).



Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

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