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Erbfolge wird Ausgehebel

29.03.2016 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


23:10
Hallo,
ich habe einen recht komplizierten Fall. vor ca 30 Jahren ist mein Vater gestorben . Wir sind 3 Kinder , meine 3 jahre ältere Schwester , ich und dann mein 3 Jahre jüngerer Bruder. Mein Bruder hat sich damals das Erbe ,von meinem Vater ohne Rücksicht auf Verluste auszahlen lassen.
Meine Schwester und ich haben Verzichtet damit meine Mutter das Haus halten konnte, wenn wir auch auf unser Erbe bestanden hätten , dann hatte das Haus verkauft werden müssen.
Vor einigen Jahren sollte das Haus mein Neffe bekommen das ist der älteste Sohn meiner Schwester.
Meine Schwester hat dann zu Gunsten ihres Sohnes auf ihren Erbteil verzichtet.
Sie war ja noch verheiratet und hatte ein Haus ich konnte es zu der Zeit nicht nehmen , weil ich zu dem Zeitpunkt Harz 4 bekommen habe . Ausgemacht war allerdings das ich dann wenn meine Mutter tot ist 15000 Euro bekommen würde, von meinem Neffen. Ich fand es zwar nicht toll aber ich dachte bei meinem Neffen ist das Haus in Guten Händen meine Mutter wohnte ja auch in dem Haus mit ihrem Lebensgefährten tut sie ja zur Zeit immer noch. Leider hat sich aber jetzt etwas verändert und zwar hat mein Neffe geheiratet und er verdient recht gut und er will dieses Haus nicht haben . Er hat es dann einfach seiner Mutter (meiner Schwester) überschrieben. Erfahren habe ich das durch zufall weil meine Schwester nicht mir, sondern meiner Frau das vor kurzem Mitgeteilt hat . Anscheinend wurde meine Mutter auch zum Notar mitgeschleppt obwohl sie garnicht mehr geistig auf der Höhe ist . Sie hat meiner Frau sogar erzählt das meine Mutter sogar den Termin vergessen hatte , Heute zum Beispiel waren wir bei meiner Mutter und haben ihr auch gesagt das sie meinen 50. Geburtstag vergessen hat . " minuten später hat sie das nicht mehr gewusst und hat mir auch nicht nachträglich gratuliert so was würde es im Normalfall nie geben . Mein Problem ist folgendes : Müsste meine Schwester mir nicht auch was geben und meinem Bruder . Ich habe ja noch überhaupt nichts bekommen weder das Erbe von meinem Vater noch sonst irgend was , und jetzt bekommt sie das Haus . Kann mir jemand sagen wie die Situation rechtlich aussieht. Es kann ja nicht angehen das mein Bruder den Erbteil von meinem Vater bekommen hat . Meine Schwester bekommt das Haus und ich 15000 aber erst irgendwann in 10 Jahren , wenn das Geld eh weniger wert ist, wenn ich dann überhaupt noch was bekomme . ich weis gar nicht genau wie ich die Frage stellen soll .Was würde mir zustehen und wie komme ich zu dem was mir zusteht .?
29.03.2016 | 15:31

Antwort

von


(406)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Anfrage, bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass hierfür zur Einordnung des Sachverhalts noch eine Rückfrage meinerseits notwendig ist. Nicht ganz klar ist mir bislang, auf welcher Basis Ihr Neffe das Haus seinerzeit erhalten hat: Hat er es (von wem?) geschenkt, also "überschrieben" erhalten? Hat er es (wem? Ihrer Mutter?) abgekauft?

Hintergrund dieser Rückfrage ist, dass der Erwerb des Hauses durch Ihren Neffen offenbar "zwischen" dem ersten Erbfall = dem Tod Ihres Vaters und dem zweiten, noch nicht eingetretenen Erbfall = dem Tod Ihrer Mutter stattgefunden hat.
Wenn ich Sie also richtig verstehe, kann Ihr Neffe das Haus nicht geerbt haben. Dies gilt umso mehr, da er nach dem Erbverzicht seitens Ihrer Schwester von der Erbfolge nach dem Tod Ihres Vaters bereits ausgeschlossen war. Sein Erbrecht "hängt" an dem Recht seiner Mutter, also Ihrer Schwester.

Bitte erläutern Sie mir daher noch einmal den Erwerb des Hauses durch Ihren Neffen etwas näher. Nutzen Sie hierfür bitte die Nachfragefunktion, gerne antworte ich Ihnen sodann in der Antwort hierauf näher.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 29.03.2016 | 22:20

Der Neffe hat das Haus von meiner Mutter überschrieben bekommen , meine Schwester hat zu gunsten ihres Sohnes (meines Neffen ) auf ihren Anteil verzichtet und ich sollte 15000 Euro bekommen vom Neffen . Meine Mutter wollte das das Haus es in der Familie bleibt. Jetzt sieht es so aus, das der Neffe das Haus nicht haben will und es jetzt meine Schwester hat . Das ist doch nicht korrekt , jetzt hat sie das Haus und ich nichts , sie wäre locker in der lage mich auszuzahlen aber offiziell weiss ich ja noch nicht einmal das sie das Haus jetzt hat . ich weiss es nur durch meine Frau . Nach dem Tod meines Vaters haben meine Schwester und ich auf den pflichtteil vom Vater verzichtet mein anderer Bruder hat sich das auszahlen lassen das ist 30 jahre her . Auf den Erbteil von der Mutter hat meine Schwester zu gunsten ihres Sohnes verzichtet . der Neffe hätte also auch wahrscheinlich nicht nur mir die 15000 geben müssen sondern auch meinem anderen Bruder noch 10000 Euro (weil 5000Eurobzw 1000 Euro hatte mein Bruder ja schon bekommen vor 30 jahren ). Und wie gesagt jetzt hat sie das Haus und alle anderen Nichts .
Damals habe ich gedacht ok der arme Neffe kann das nicht sofort bezahlen und hab mündlich zugestimmt.
Jetzt ist die Situation aber eine andere . Meine Schwester könnte mich auszahlen .sagt mir aber noch nicht mal, das sie das Haus jetzt hat . 15000 sind sowieso zu wenig , das Haus ist ja wesentlich mehr wert . Mit mir hat meine Mutter nie Stress gehabt wir haben uns immer gut verstanden ich habe viel an dem Haus gearbeitet . Leider kann man jetzt nicht mehr mit meiner Mutter reden weil sie alles vergisst Meine Mutter und mein Schwester hatten ständig stress und trotzdem bekommt sie alles das kann ja nicht wahr sein. Wie komme ich da zu meinem recht .

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.03.2016 | 23:10

Sehr geehrter Fragesteller,

so wie ich die Situation nunmehr verstehe, hat Ihre Mutter ihr Haus nach dem Erbfall an Ihren Neffen verschenkt. Nachdem der Tod Ihres Vaters zuvor rechtlich abgewickelt worden und sie alleinige Eigentümerin des Hauses geworden war, ist dies jedoch zulässig. Ihre Mutter kann mit dem Haus zu Lebzeiten verfahren, wie sie möchte.

Leider haben Sie auch an der damaligen Erbschaft keine Rechte mehr. Mit Ihrem Verzicht auf einen Erbteil und den Pflichtteil können Sie Ihren Verwandten gegenüber keine Ansprüche mehr geltend machen.

Offenbar hat sich Ihr Neffe im Rahmen des notariellen Schenkungsvertrages zu einer Auflage, nämlich dazu verpflichtet, Ihnen im Falle des Todes Ihrer Mutter 15.000 € zu zahlen. Dies soll offenbar als eine Art Ausgleich geschehen, ist rechtlich gesehen aber keine erbrechtlich einzustufende Angelegenheit.

Die einzige Möglichkeit, an der Situation etwas zu verändern, bestünde darin, die Schenkung anzufechten. Dann allerdings müsste Ihre Mutter geschäftsunfähig infolge einer Demenzerkrankung sein. Bloße altersentsprechende Vergesslichkeit reicht nicht aus, um dies anzunehmen. Hierfür wären Sie allerdings in der Beweispflicht. Zu Einzelheiten kann Ihnen das örtlich zuständige Amtsgericht, dort die Abteilung für Betreuungssachen Auskunft geben.

Ein rechtlicher Anspruch darauf, dass alle Verwandten gleich behandelt werden müssen, besteht leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 30.03.2016 | 09:03

Sehr geehrter Fragesteller,

dadurch, dass ich Ihre Frage nun erst im Rahmen der Nachfragebeantwortung abschließend kommentieren konnte, möchte ich Ihnen gerne anbieten, von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch zu machen, indem Sie mir eine E-Mail an meine Kanzlei senden, falls Klärungsbedarf besteht. Die Adresse lautet: daniela.fritsch@ra-fritsch.de

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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