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Erbfolge - welche Ansprüche haben Enkel?


29.08.2006 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

folgende Situation. Meine Eltern leben beide noch, es gab mich (verheiratet, 1 Kind) und meinen Bruder als Kinder. Mein Bruder war verheiratet, aus dieser Ehe stammt ein Kind. Die Ehe wurde geschieden, mein Burder hat neu geheiratet. Mein Bruder ist nun vor einigen Monaten gestorben. Da er einige Schulden hatte, haben seine Tochter und seine beiden Frauen das Erbe offiziell ausgeschlagen.

Meine Frage:
Wenn meine Eltern sterben sollten (nacheinander und dann beide), was steht dem Kind meines Bruders, bzw. seinen beiden Frauen zu, wenn es keine anderen Regelungen im Testament meiner Eltern gibt?

Vielen Dank für eine Beratung

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Sofern es kein Testament gibt gilt die gesetzliche Erbfolge nach §§ 1924 ff. BGB.
Demnach Erben die Kinder (Sie und Ihre Bruder) zu gleichen Teilen.
Da Ihr Bruder bereits verstarb gilt folgendes.
Die Ehefrauen Ihres verstorbenen Bruders werden nicht Erben.
Aber dessen Kinder treten an seine Stelle als Erben. Die Erbquote entspricht dem Erbteil Ihres Bruders. Die Ausschlagung durch Ehefrauen und Kinder ist hier unbeachtlich. Diese galt nur für die Erbschaft aus dem Nachlass Ihres Bruders. Die neuerliche Erbschaft aus dem Erbfall Ihrer Eltern ist ein eigenständiges Recht der Kinder Ihres Bruders.

Derer Ehegatte (Ihre Mutter oder Vater) des Erblassers erbt neben den Kindern zu einem Viertel. Lebten die Ehegatten in Zugewinngemeinschaft, so wird der Zugewinn (gleichgültig ob einer erzielt wurde) durch die Erhöhung des Erbteils um ein Viertel ausgeglichen.

Folglich erbt der überlebende Ehegatte 1/4 + 1/4 Sie 1/4 sowie die Kinder des verstorbenen Bruders 1/4.
Nach dem Tode des zweiten Elternteils erhalten Sie aus dessen Erbe ½ und die Kinder des verstorbenen Bruders ebenso ½.


Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2006 | 16:11

Hallo,

erst mal vielen Dank für die Ausführungen.
Meine Nachfrage betrifft etwaige Regelungen im Testament meiner Eltern. Würden meine Eltern nun wollen, das das Kind meines Bruders nicht die Hälfte, sondern weniger, also z.B. ¼ oder im Grenzfall nichts erben soll und eine Regelung treffen wollen, dass im Ableben eines meiner Elternteile kein Anspruch von mir oder vom Kind meines Bruders besteht, sondern nur der überlebende Elternteil den vollen Erbteil erhält, wäre dies durch eine Regelung im Testament möglich, oder gibt es Pflichtanteile, welche nicht zu ändern sind?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2006 | 09:01

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in).

Es gilt Testierfreiheit.
Der Pflichtteil entspricht der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Wird ein Pflichtteilsberechtigter durch Testament von der Erbfolge ausgeschlossen kann er den Pflichtteil verlangen.
Gleiches gilt, wenn dieser eine Zuwendung aus Testament ausschlägt. So vebrleibt der Pflichtteilsanspruch.

Zwar bedarf es für die Aufsetzung eines Testament weniger Formen jedoch werden inhaltlich oft Fehler begangen die sich im Erbfall selten korrigieren lassen.

Sie sollten zur Erstellung eines Testamentes fachkundigen Rat einholen. Gerne stehe ich Ihnen hier im Rahmen einer Online - Anfrage oder eines regulären Mandats zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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