Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbfolge und Erbberechtigung

| 07.02.2016 18:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Ein Vater ist verstorben und hinterließ seine Ehefrau und zwei leibliche Söhne. Die Ehefrau bleibt im eigenen Haus (Eigentümer war der Verstorbene) wohnen. Der erteilte Erbschein gibt nach gesetzl. Erbfolge, die Ehefrau zu 1/2 und die beiden Söhne zu jeweils 1/4 Anteil aus. Dementsprechend ist beim Grundbuchamt nun die Berichtigung der neuen Eigentümerverhältnisse vorgenommen worden. Nun hatte die Ehefrau allerdings aus 1.Ehe noch einen Sohn, der aber schon verstorben ist. Dieser vorverstorbene Sohn, hinterließ jedoch noch zwei Kinder. Frage ist: Haben diese beiden Kinder des vorverstorbenen Sohnes, im Falle des Ablebens der Ehefrau, einen Erbanspruch auf das Haus?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ihre Frage, "Haben diese beiden Kinder des vorverstorbenen Sohnes, im Falle des Ablebens der Ehefrau, einen Erbanspruch auf das Haus?", beantworte ich wie folgt.

Ohne Testament der Ehefrau, erben ihre Abkommlinge zu gleichen Teilen (1/3) (§ 1924 Abs. 1 BGB).

Die beiden Enkel teilen sich das Drittel des verstorbenen Sohnes (§ 1924 Abs. 3 BGB) erhalten also je 1/6 des Vermögens der Ehefrau. Da sie Eigentümerin des Grundstücks zu 1/2 ist, erben die Enkel je 1/12 des Grundstücks.

> Ja, nach der gesetzlichen Erbfolge haben die Enkel einen Erbanspruch = werden Erbe. Zum Erbe gehört auch das Grundstück zu 1/2.

Um das zu verhindern, wäre eine letzwillige Verfügung sinnvoll, die die Enkel enterbt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2016 | 19:38

Ist mit "letztwilliger Verfügung" i.d. Fall ein notarielles Testament gemeint und bzw. oder kann statt dessen die Ehefrau sich als Eigentümerin beim Grundbuchamt austragen lassen und so kein Erbanspruch auf das Haus für die beiden Kinder des vorverstorbenen Sohnes bestehen? Wird wahrscheinlich abzuwägen sein, was günstiger kommt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2016 | 19:57

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Testament ist eine letztwillige Verfügung. Es muss kein notarielles sein.

Wenn die Ehefrau ihre 50 % veräußert ("Austragung aus dem Grundbuch"), sind diese natürlicht nicht mehr Teil des Erbes.
Zu berücksichtigen sind dann aber möglicherweise - z.B. bei einer Schenkung - Pflichtteilsergänzungsansprüche.

Erbrecht ist ein schwieriges Gebiet und nicht in wenigen Sätzen zudem bezogen auf einen konkreten sehr individuellen Sachverhalt abschließend zu erörtern. Sie sollten sich auf jeden Fall eingehender persönlich beraten lassen.
Es ist sinnvoller einen dreistelligen Betrag für Beratung auszugeben, als später ungewollt tausende Euro an "benachteiligte" Erben zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.02.2016 | 20:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich bedanke mich für ihre schnelle und vor allem gute Beantwortung meiner Fragen. War sehr zufrieden. Wünsche einen schönen Abend."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 07.02.2016 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67854 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
RA Winkler beleuchtete meine Frage in allen Aspekten gründlich, schnell und professionell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Geike ist gut auf meine Frage eingegangen und hat diese verständlich beantwortet. Zudem hat er auch meine Nachfrage bestens beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank nochmals. Damit fällt mir ein Stein vom Herzen. Als Rentner mit Aufstockung hätte ich eine Nachzahlung von mehreren Jahren nicht begleichen können. ...
FRAGESTELLER