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Erbfolge nach Stämmen

20.03.2012 11:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Person A kinderlos, Ehepartner auch bereits verstorben, erkrankt an Demenz, steht unter betreuung, Eltern, Großeltern verstorben, 2 Geschwister 1 davon bereits verstorben, noch lebender Bruder lebt in Frankreich seit über 60 Jahren, Sparbuch (angenommen 100.000,00€) wurde an Person B überschrieben

theoretisch würde Erbe jetzt nach dem Tod an Kinder vererbt, keine Kinder vorhanden daraus schließe ich das jetzt das Erbe an die Eltern von Person A gehen zu gleichen teilen oder? also 50T€ pro person, falls nur noch ein Elternteil leben würde dann würde z.B. Vater von A 50T€ erhalten, die anderen 50 würden jetzt an die Nachkommen der Mutter gehen oder? Nun sind Muter und Vater von A bereits verstorben, demzufolge würde jetzt der volle betrag an die nächste Instanz gehen also an die Geschwister von A zu gleichen Teilen? Da Person A 2 Geschwister hatte müssten die Geschwister jetzt zu gleichen teilen erben, also erhält Bruder1 50.000 und Schwester2 auch 50.000 oder? Schwester2 ist aber auch bereits verstorben hat aber einen Sohn(S) bekommt díeser jetzt die anderen 50.000? S hat noch 2 Kinder. Schließt S jetzt die Kinder von der Erbfolge aus oder haben beide auch einen Anspruch? Welchen Anspruch haben die Personen bzw. wer hat überhaupt einen Anspruch, ist dies dann eine Erbengemeinschaft? Hat Person B die schon zu lebzeiten von A eine vollmacht für das sparbuch erhalten hat, also als verfügungsberechtigt mit eingetragen ist?

Dankeschön schonmal im vorraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommen hier die gesetzlichen Erben zweiter Ordnung zum Zuge. Dies sind nach § 1925 die Eltern und deren Abkömmlinge.

Zum Zeitpunkt des Erbfalles nicht mehr lebende gesetzliche Erben fallen weg, können also nicht mehr erben, § 1923 I BGB.

An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (Erbfolge nach Stämmen), § 1924 III BGB der nach § 1925 III BGB auch für gesetzliche Erben zweiter Ordnung gilt).

(Sehen Sie mir die vielen §§ nach, aber Sie haben sich ja offenbar schon mit der Erbfolge beschäftigt, so dass ich davon ausgehe, dass Sie gern nachlesen möchten. )

Im Ergebnis gilt also:

Der Bruder erbt zur Hälfte.
Der "Stamm der Schwester" erbt zur anderen Hälfte. Dies ist Person S.

Die Kinder von S erben hingegen nicht, da ein lebender Erbe seines Stammes, die Kinder und Kindeskinder ausschliesst, § 1924 II BGB.

Es ist also eine Erbengemeinschaft zwischen dem Bruder und Person S zu gleichen Teilen entstanden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt

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