Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbfolge gesetzl Kind


25.07.2006 19:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,
folgendes Erbproblem stellt sich: Ich bin der gesetzl. Vater eines 16jährigen Kindes. (19 Jahre verheiratet gewesen,mittlerweile 2 Jahre geschieden.Der Sohn wurde während der Ehezeit geboren,bin jedoch nicht der biologische Vater.Vermutungen waren vorhanden das Sie fremdging,habe aber den Vaterschaftsprozess verloren,Verjährungsfrist nach Kentniss.)Ich habe ein Haus und einen Handwerksbetrieb, lebe mit einer Partnerin zusammen,wir haben ein 10 monatiges gemeinsames Kind.Wie sieht es hier mit der Erbfolge aus,hat das gestzl. Kind Anspruch auf Erbe,wenn ja,in welcher Höhe,wie erben meine Partnerin und unser gemeinsames Kind? Kann das gestzl. Kind mit volljährigkeit Erbanspruch stellen.Ich habe zwar ein handschriftliches Testament verfasst,möchte dies aber wenn möglich entsprechend ändern.Ist es ratsam ein notarielles Testament zu verfassen? Für Ihre Mühe im Vorraus besten Dank.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie nach § 1592 BGB Vater des 16jährigen sind, steht dieser als Ihr Abkömmling auf einer Stufe mit dem 10monatigen Kind, da der Gesetzgeber sämtliche Kinder, egal ob ehelich oder nicht gleich behandelt. Wenn Sie mit Ihrer neuen Partnerin verheiratet sind, erbt diese die Hälfte, Ihre beiden Kinder jeweils ein Viertel. Wenn Sie mit dieser nicht verheiratet sind, kann sie nur mittels "gewillkürter Erbfolge", also mit Testament o.ä. erben, sonst würden die beiden Kinder jeweils hälftig erben. Die Erbenstellung wird durch die Minderjährigkeit grundsätzlich nicht berührt.

Erben kann man aber erst nach dem Erbfall, also nach dem Tode - vorherige Erbansprüche gibt es nicht, es sei denn, Sie möchten eine vorweggenommene Erbfolge. Aber ohne Ihr Einverständnis geht in diesem Zusammenhang nichts.

Sie können Ihr Testament jederzeit durch ein neues widerrufen. Damit Ihr letzter Wille auf jeden Fall berücksichtigt wird, empfiehlt sich die Konsultation eines Notars. Durch ein solches Testament können Sie den 16jährigen enterben und auf seinen Pflichtteil verweisen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER