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Erbfolge bei Tod des Onkels

| 15.05.2014 14:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Anwältin,
sehr geehrter Anwalt,

folgender Fall ist eingetreten.

Mein Vater ist letztes Jahr im Mai 2013 verstorben. Im Februar 2014 dessen Vater (mein Opa). Die Mutter meines Vaters (Oma väterlicherseits) ist 1985 verstorben. Ur-Großeltern leben schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Nun haben wir vor kurzem die Erbschaft meines Opas ausgeschlagen (es existierte ein Testament).

Nun ist Ende April 2014 mein Onkel (Bruder meines Vaters) verstorben. Er hatte keine Frau und keine Kinder. Es gibt zwei weitere Geschwister meines Vaters (eine Schwester, einen weiteren Bruder).

Ich habe die Befürchtung, dass nichts zu Erben ist außer Verwaltungsarbeit und ggf. Rechnungen.

Meines Wissens müssen meine Geschwister und ich informiert werden, wenn ein Testament vorliegt und ab dann beginnt die 6-Wochen-Frist.

Wie ist es aber, wenn kein Testament vorliegt und die gesetzliche Erbfolge eintritt?
Erben dann zuerst die beiden Geschwister meines Vaters (meine Tante und mein Onkel) alles und meine Geschwister und ich nichts? Oder wäre es so, dass jeder ein Drittel per gesetzlicher Erbfolge erhält. Meine Tante ein Drittel, mein Onkel ein Drittel und meine Geschwister und ich wiederum ein Drittel (das Drittel unseres verstorbenen Vaters) ?

Ab wann würde in diesem Fall die 6-Wochen-Frist zur Ausschlagung beginnen wenn kein Testament vorliegt?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

"Wie ist es aber, wenn kein Testament vorliegt und die gesetzliche Erbfolge eintritt?
Erben dann zuerst die beiden Geschwister meines Vaters (meine Tante und mein Onkel) alles und meine Geschwister und ich nichts? Oder wäre es so, dass jeder ein Drittel per gesetzlicher Erbfolge erhält. Meine Tante ein Drittel, mein Onkel ein Drittel und meine Geschwister und ich wiederum ein Drittel (das Drittel unseres verstorbenen Vaters) ?"

Letzteres ist der Fall. Sofern keine Erben der ersten Ordnung (Abkömmlinge) vorhanden sind, sind nach § 1925 BGB die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge als Erben zweiter Ordnung berufen. Lebt zur Zeit des Erbfalls der Vater oder die Mutter nicht mehr, so treten an die Stelle des Verstorbenen dessen Abkömmlinge nach den für die Beerbung in der ersten Ordnung geltenden Vorschriften, § 1925 Abs. 3 S. 1 BGB. Nach § 1924 Abs. 3 BGB treten danach an die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (Erbfolge nach Stämmen). Danach würde somit das Drittel Ihres vorverstorbenen Vaters auf Sie und Ihre Geschwister entfallen.

"Ab wann würde in diesem Fall die 6-Wochen-Frist zur Ausschlagung beginnen wenn kein Testament vorliegt?"

Nach § 1944 Abs. 2 S. 1 BGB beginnt die Frist mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt. Bei gesetzlicher Erbfolge ist Kenntnis des Berufungsgrundes anzunehmen, wenn dem gesetzlichen Erben die seine Erbberechtigung begründenden Familienverhältnisse bekannt sind und er nach den Gesamtumständen keine begründete Vermutung haben kann oder hat, dass eine ihn ausschließende letztwillige Verfügung vorhanden sei. Im Zweifel beginnt damit die Frist mit Kenntniserlangung vom Tod des Erblassers.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.01.2015 | 23:20

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