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Erbfolge bei Stiefkindern

04.07.2019 18:34 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gero Geißlreiter


Zusammenfassung: Sollen Stiefkinder am Nachlass des verheirateten Erblassers nicht partizipieren, kommt die Erbeinsetzung des anderen Ehegatten als Vorerbe in Betracht.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich schreibe gerade mein Testament. Meine Ehefrau (keine gemeinsamen Kinder) soll das Haus und Grundstück erben (Verkehrswert 500.000 Euro) und meine Tochter das Barvermögen ebenfalls 500.000 Euro. Wenn nach mir meine Ehefrau stirbt, wie kann ich verhindern, dass ihr einziges Kind aus 1. Ehe (mein Stiefsohn) oder ihr Bruder das Haus erbt. Denn das sollte meine Tochter bekommen, oder ist das eh gesetzlich geregelt?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

I F

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können in Hinblick auf Ihre Ehefrau Vorerbschaft verfügen und Ihre Tochter als Nacherbin bestimmen (unabhängig davon, dass Ihre Tochter nach Ihrem Tod Vollerbin zu 1/2 wird). Der für Ihre Frau bestimmte Erbteil fällt dann automatisch Ihrer Tochter zu, wenn Ihre Frau stirbt. Diese Bindung des Erbteils wird hinfällig, wenn Ihre Frau Sie mehr als 30 Jahre überlebt - dann kann sie den Erbteil, der so lange ein Sondervermögen in der Hand Ihrer Frau darstellt,
einer anderen Person frei vererben.

Während der Vorerbschaft gelten zugunsten Ihrer Tochter als Nacherbin bestimmte Verfügungsbeschränkungen zu Lasten Ihrer Frau, um Bestand und Wertigkeit des Sondervermögens zu schützen. Das gilt insbesondere bei Grundbesitz und in Bezug auf Schenkungen.

Ihre Frau kann wegen der Anordnung der Nacherbfolge die Erbschaft ausschlagen und den Pflichtteil geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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