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Erbfolge - Was erbt die zweite Ehefrau und deren Kinder?


24.02.2005 20:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Mein Mann soll von seinem verstorbenen Vater erben.
Er ist sein einziges Kind.
Der Vater hat nach der Scheidung von der Mutter meines Mannes noch einmal geheiratet. Diese Frau hat 3 Kinder, die aber nicht die leiblichen Kinder des Vaters meines Mannes sind, und auch nicht von ihm adoptiert.
Diese 2. Ehefrau lebt noch (Zugewinngemeinschaft).
Wieviel steht ihr vom Erbe ihres Mannes zu, wieviel meinem Mann?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Sowohl der 2. Ehefrau als auch Ihrem Mann stehen jeweils die Hälfte des Erbes zu.

Die Ehefrau erhält 1/4 aufgrund des gesetzlichen Erbrechts (§ 1391 BGB) und ein weiteres Viertel als Zugewinnausgleich (§ 1371 BGB). Die andere Hälfte steht Ihrem Mann als sog. "Erbe erster Ordnung" zu, §§ 1924, 1930 BGB.
Da die Kinder der 2. Ehefrau weder die leiblichen des Erblassers noch von diesem adoptiert sind, spielen sie bei der Erbfolge keine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2005 | 21:05

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.
Uns wurde von verschiedenen Seiten gesagt, meinen Mann stünde nur 1/4 des Gesamterbes zu, der 2. Ehefrau seines Vaters 3/4.
Wüssten Sie einen Grund?
Mein Mann hat aus 1. Ehe 2 Kinder, ändert dies etwas an der Erbfolge?
Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2005 | 21:31

Wie viele Kinder Ihr Mann hat, spielt für die Erbfolge keine Rolle, da Ihre Kinder nur erbberechtigt wären, wenn Ihr Mann verstorben wäre.

Warum Ihnen verschiedene Seiten etwas anderes gesagt haben, kann ich auch nur erahnen. Evtl. beruht dies auf § 1931 BGB:

§ 1931
Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten
(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.

In allen Fällen, in denen der Erblasser keine eigenen Kinder hatte (somit keine Erben 1. Ordnung vorhanden), erbt die Ehefrau neben den anderen Erben mindestens 1/2. Rechnet man dann noch das 1/4 Zugewinnausgleich aus § 1371 BGB hinzu, würde dann die Ehefrau 3/4 erben (und z.B. die Eltern des Erblassers 1/4).
Eine andere Erklärung habe ich ansonsten auch nicht (es sei denn, der Verstorbene hätte Ihren Mann enterbt und diesem stünde nur der Pflichtteil zu). Wenn Ihre "Informanten" ihre Aussagen präzisieren können, stehe ich Ihnen gerne für eine Rückfrage unter meiner E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt
info@kanzlei-alpers.de


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