Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbfall mit Testament - welcher Pflichtteil wird angewendet?


| 06.12.2013 12:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Rahmenbedingungen:
Die Erblasser haben drei Kinder, 2 Söhne, 1 Tochter (verstorben) sowie das Enkelkind der Tochter.
Das Testament (erstellt nach Ableben der Tochter) sieht vor, die beiden Söhne zu gleichen Teilen als Erben einzusetzen.
Für das Enkelkind ist ein Vermächtnis in Höhe des gesetzlichen Pflichtteiles plus 20% zu Lasten des Erbes der beiden Söhne im Testament genannt (abzüglich eines Betrages der als Voraberbe bereits vorher an die Tochter geflossen ist).
Die beiden Söhne haben vor knapp 6 Jahren eine Schenkung in Form einer Immobilie erhalten. Im Schenkungsvertrag wurde kein Niesbrauch eingetragen.

Fragen:
- Wie hoch ist der Pflichteil des Enkelkindes in diesem Fall? 1/6tel als Enkel oder 1/3tel als "Aufrücker" an die Stelle der Mutter?

- Auf welchen Anteil der Schenkung entfällt der gesetzliche Pflichtteil? Kommt die Abschmelzungsformel zur Anwendung (./. 10% p.a., in diesem Fall also 50%)?

- Welcher Basiswert ist für die Berechnung des Schenkungsanteiles, der der Erbmasse zugeschlagen wird, ausschlaggebend? Der Wert aus dem Notarvertrag der Schenkung oder der aktuelle Verkehrswert der Immobilie, bez. der wirklich zwischenzeitlich erzielte Verkaufserlös?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Der Pflichtteil des Enkelkindes beläuft sich grundsätzlich zunächst auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils der verstorbenen Tochter, mithin 1/6.

Das Enkelkind hat hinsichtlich der Schenkung an die Söhne möglicherweise Pflichtteilsergänzungsansprüche. Das bedeutet: Bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruches ist auf den Nachlasswert im Todeszeitpunkt abzustellen. Hinzuzurechnen sind jedoch Schenkungen innerhalb von 10 Jahren vor dem Ableben des Erblassers, wobei die Abschmelzungsformel anzuwenden ist. Dem Nachlass wären mithin 50 % des Wertes der geschenkten Sache hinzuzurechnen und dann der Pflichtteil zu bestimmen.

Bei (Haus-)Grundstücken wird der Wert zum Zeitpunkt des Erbfalls angesetzt. Nur wenn der Wert zum Zeitpunkt der Schenkung niedriger war, gilt dieser.

Sollte ich Fragen übersehen haben, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Ansonsten bedanke ich mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.12.2013 | 16:55


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 06.12.2013 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER