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Erbfall in spe in NRW

| 02.03.2011 19:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich habe hochbetagte vermögende Eltern in NRW als Erblasser in spe. Ich selbst wohne in Baden-Württemberg und habe wegen der Entfernung selten direkten Kontakt zu meinen Eltern .Habe noch zwei erbberechtigte Brüder , wohnhaft in NRW (alles leibliche Kinder). Meine Mutter ist dement (nicht Aktenkundig festgestellt). Vater ist noch geistig einigermaßen fit und plegt z.T.meine Mutter. Von einem Testament ist mir bis heute nichts bekannt. Vater mauert wenn die Sprache darauf und auf sein Vermögen kommt. Besonders ein Bruder mit Schwägerin der in der Nähe wohnt, sitzt schon quasi in den Startlöchern und wartet auf den Erbfall.Der andere Bruder hat eventuell direkt Zugriff auf das " mir verborgene" Vermögen der Erblasser.
Wie alte Leute so sind kann ggf. nicht damit gerechnet werden dass sich alles nachvollziehbar bei einer Bank/Bankschließfach befindet.
1 Frage:
Was muss präventiv unternehmen um zumindest als Plichtteilberechtigter im Erbfall ohne Verzögerung zu meinem Recht/Erfolg zu kommen.
2 Frage:
Wie lässt sich ggf. verhindern das andere Erben bei plötzlichem Tod des/der Erblasser
sozusagen hinter meinem Rücken sofort zugreifen können.
3 Frage:
Welche Justizbehörde regelt Nachlassangelegenheiten in NRW (abweichend von BW) und an wen muss ich mich im Todesfall sofort
wenden um schnell zu handeln,Auskünfte zu erhalten- um keine Nachteile zu erleiden.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

"Präventiv" können Sie gar nichts unternehmen, da kein Erbfall vorliegt.

Als Pflichtteilsberechtigter könnten Sie von den Erben die Vorlage eines Nachlaßverzeichnisses verlangen. Da aber, wie gesagt, kein Erbfall vorliegt, und da Sie deshalb auch nicht wissen, wie der Nachlaß geregelt ist, gilt es - makaber formuliert - abzuwarten.


2.

Im Erbfall müssen die Erben Auskunft über den Nachlaß zum Todestag erteilen und, wenn es zu einer Stufenklage diesbezüglich kommen sollte, die Richtigkeit der Angaben eidesstattlich versichern.

Auch diesbezüglich können Sie derzeit nichts unternehmen, sondern müssen den Eintritt des Erbfalls abwarten. Ein gewisses "Risiko", daß Ihnen Teile des Nachlasses vorenthalten werden, läßt sich nicht ausschließen. Am hilfreichsten dürfte es sein, sich soweit als möglich über das Vermögen zu informieren.


3.

Zuständig ist das Nachlaßgericht, also das Amtsgericht des Wohnsitzes des Erblassers.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2011 | 20:45

zu den Fragen 1:
Was ist zu tun (außer Klageweg) wenn Nachlassverzeichniss nicht
angefertigt oder herausgegeben wird?
zu 2:
Was nützt es und was lässt sich überhaupt realisiern wenn ich mich mich tatsächlich vorher über das Vermögen informiert habe?- Hat doch im Zweifel keine Beweiskraft-oder?
zu 3:
Habe gehört das das Nachlassgericht in NRW auf Antrag des Erben Konten bei Banken "einfrieren" oder sperren kann. Was ist deshalb im Erbfall
sofort zu tun? Das ist die wichtigste Frage zur
Sicherung der Vermögenswerte und
(noch) nicht klar beantwortet.
Natürlich kann man für alles den Klageweg beschreiten (s.h. Stufenklage) , das möchte ich jedoch möglichst vermeiden und suche deshalb "präventiv" kluge Lösungen Motto: Der Kluge Mann baut vor!

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.03.2011 | 21:00

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Fertigen die Erben kein Nachlaßverzeichnis auf Anforderung des Pflichtteilsberechtigten an, bleibt Ihnen nur der Klageweg.


2.

Das ist keine Frage der Beweiskraft. Wenn Sie aber z. B. wissen, bei welchen Banken Konten bestehen, können Sie beurteilen, ob eine Auskunft ggf. fehlerhaft ist.


3.

Wenn der Erbfall eingetreten ist, können Sie beim Nachlaßgericht als Erbe einen Erbschein beantragen. Banken fordern von den Erben die Vorlage eines Erbscheins, um Abhebungen vom Konto zu tätigen.


4.

Es ist verständlich und vernünftig, daß man versucht, den Klageweg zu vermeiden. Allerdings dürfen Sie nicht außer Betracht lassen, daß es stets einer Anspruchsgrundlage bedarf, wenn man in rechtlicher Hinsicht etwas begehrt.

Ihr Motto ''der kluge Mann baut vor'' mag im Alltag seine Berechtigung haben. Bei der Beurteilung von Rechtsfragen ist es aber oftmals nicht möglich "vorzubauen".

Solange der Erbfall nicht eingetreten ist, haben Sie keine Möglichkeit, ein vermeintliches Erbe zu sichern. Im Todesfall gilt das oben Gesagte. Weitere Sicherungsmöglichkeiten haben Sie nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.03.2011 | 21:19

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