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Erbfall, Straßenbaukosten Nachlassverbindlichkeiten und Erbe Unterschlagung?


| 04.11.2017 19:32 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin testamentarischer Alleinerbe, meine Stiefschwester ist aber pflichtteilsberechtigt. (50%).

Ich habe auch das Haus geerbt vom Stiefvater.
Jetzt habe ich ein mal die Frage, ob Straßenbaukosten Nachlassverbindlichkeiten sind und wenn ja unter welcen Voraussetzungn (z.B. müssen sie zu einem bestimmten Zeitpunkt angefallen sein?).

AUßerdem habe ich noch eine andere Frage:

Meine Mutter und mein Stiefvater waren seit 2011 verheiratet. Sie ist am 16.11.2015 gestorben und er am 6.09.2016. Sie hat ihn zum testamentarischen Alleinerbe gemacht. Am Todestag hat er sich selber vom Konto meiner Mutter "Haushaltsgeld 2012, 2014 und 2015" überwiesen. Schriftstücke zu diesen Beträgen gibt es allerdings keine. Das waren so ca. 11.000 Euro. Normaleweise hätten wir 25 % diesen Teils bekommen müssen, als Pflichtteil. ich habe aber erst jetzt die Überweisung gesehen, also wusste davon gar nichts. Gibt es eine Möglichkeit jetzt noch an das Geld heranzukommen? Jetzt hat davon ja 50 Prozent meine Stiefschwester bekommen, die ich diesen Monat ausbezahlt habe. Das ist ja eigentlich Unterschlagung (oder ähnliches). Es müsste doch möglich sein, dass man das jetzt nachträglich noch anpasst oder?

Mit freundlichen Grüßen
04.11.2017 | 20:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Als Alleinerbe sind Sie Eigentümer eines Grundstücks geworden. Werden für dieses Grundstück Straßenbaukosten fällig so sind diese vom Eigentümer zu tragen. Es handelt sich demnach um Nachlassverbindlichkeiten wenn die Kosten vor dem Erbfall entstanden sind.

Wenn Ihre Stiefschwester nur Ihren Pflichtteil erhalten hat, so ist dies die Hälfte der gesetzlichen Quote, mithin 25 % nicht 50 %.

Wenn Sie nach dem Tode Ihrer Mutter den Alleinerben zur Auskunft aufgefordert haben, und dieser die genannten Buchungen nicht genannt hat, so dürfte eine ungerechtfertigte Bereicherung vorliegen. Diese können Sie von Ihrem Stiefvater oder seinen Erben herausverlangen. Da Sie selbst Erbe geworden sind, müssten Sie die Summe anteilig herausverlangen beziehungsweise das Erbe um den Pflichtteil schmälern. Wenn Ihre Mutter Ihren Stiefvater damals als Alleinerben eingesetzt hat und Sie daher auf Ihr Pflichtteil zurückgefallen sind, so hätten Sie eine Quote von 1/8 erhalten. (Gesetzliche Erbfolge: 1/2 Stiefvater, Sie und Ihre Schwester je 1/4). Selbst beide Pflichtteile zusammen genommen, läge demnach eine Vorteilsnahme in Höhe von 2.750 € vor. Ob es sich lohnt hierfür einen Prozess anzustrengen, darf bezweifelt werden. Insbesondere da Sie nicht sicher sein können ob Ihr Stiefvater die Summe vielleicht zu Recht erhalten hat.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2017 | 14:30

Hallo Herr Kruückemeyer,

schon mal vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Einmal noch eine Frage. Wieso ist meine Stiefschwester nur 25 Prozent berechtigt? Sie hätte ja, wenn es nicht das Testament gegeben hätte alles geerbt, da ich als Stiefkind ja kein Erbanspruch habe und meine Mutter schon tot war. Wieso sollte sie dann nur 25 Prozent erben?

Und noch mal zu dem Fälligskeitstermin für den Straßenbau. Gilt das Datum, wo der Beiträg fällig ist zu bezahlen oder gilt der Betrag vorher, wenn z.B. die Gemeine schon vorher festgesetzt hat, dass die Straße gebaut wird und das aber erst im Kalenderjahr darauf bezahlt werden muss?

liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2017 | 15:51

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Natürlich ist es so dass ihre Schwester zu 50% pflichtteilsberechtigt ist. Ich war bei meinen Überlegungen davon ausgegangen, dass auch ihre Schwester von ihrer Mutter abstammt. Ich bitte dieses Versehen zu entschuldigen.

Entscheidend für den Termin der Fälligkeit ist Datum der Rechnungslegung. Der Beschluss der Gemeinde ist nicht entscheidend. Es geht darum wann das Vermögen des Erblassers tatsächlich belastet wird. Dies ist der Fall sobald eine Forderung gestellt wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage beantworten. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.11.2017 | 16:22


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Alles super, gerne wieder. :) Sehr schnelle Bearbeitung.


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