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Erbfall - Pflichtanteil

| 31.10.2015 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zum Pflichtteil

Hallo zusammen,

folgender Fall:

A und B (Großeltern) sterben. A und B haben vier Kinder C, D, E, F und G.
A und B haben E, F und G testamentarisch enterbt und auch lange keinen Kontakt mehr zu diesen gehabt. A und B hinterlassen C und D kein bzw. nur geringfügiges Vermögen (<1,000€). In den letzten 10 Jahren haben A und B sie eine Immobilie verkauft, deren Erlös nur ihnen zugute kam und für den Lebensunterhalt im fortschreitenden Alter gerade reichte. C und D haben sich in den letzten Jahre um A und B gesorgt und diverse Kosten selbst getragen, inklusive der letzten Monatsmieten.

Familie E und F wenden sich an einen befreundeten Anwalt und verlangen von C und D eine Aufstellung des Vermögensverzeichnisses (der letzten 10 Jahre) zur Feststellung ihres Pflichtteils.

Fragen:

1. Müssen C und D die Anwaltskosten von E und F tragen?
2. Ab wann ist eine Erbe geringfügig? Dürfen die Kosten für letzte Monatsmieten vom Erbe zum Todeszeitpunkt abgezogen werden?
3. Kann ein Anwalt freundschaftlich tätig zu sein? Oder: Darf die Leistung unentgeltlich sein? Falls nicht, haben C und D die Möglichkeit dies anzuzeigen?

Viele Grüße,
Annabelle

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Fragen: 1. Müssen C und D die Anwaltskosten von E und F tragen?

Nein, es sei denn E und F waren mit der Auskunft in Verzug und die Einschaltung des Anwaltes war aus diesem Grund notwendig.


2. Ab wann ist eine Erbe geringfügig? Dürfen die Kosten für letzte Monatsmieten vom Erbe zum Todeszeitpunkt abgezogen werden?

Im Erbrecht spielt es keine Rolle, ob ein Erbe geringfügig ist oder nicht, so lange es kein verschuldeter Nachlass ist, entsteht der Pflichtteil, auch wenn dieser gering ist.

Wenn die Mieten als Darlehn gegeben wurden, dann können diese abgesetzt werden. Wenn diese mehr ein Geschenk an den Erblasser darstellten, dann nicht.

Gegebenenfalls kann durch die erwähnte Pflege gem. § 2057a BGB eine Ausgleichung bei der Auseinandersetzung des Erbes erfolgen. Dies müsste separat geprüft werden.


3. Kann ein Anwalt freundschaftlich tätig zu sein? Oder: Darf die Leistung unentgeltlich sein? Falls nicht, haben C und D die Möglichkeit dies anzuzeigen?

Unter bestimmten Umständen kann eine kostenfreie Tätigkeit des Anwaltes erfolgen, eine rein freundschaftliche Beziehung wird aber nicht ausreichen. Sie können den Sachverhalt bei der zuständigen Anwaltskammer anzeigen und um Prüfung bitten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)



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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 06.11.2015 3,8/5,0
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