Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbfall, was müssen Erben tun?

| 11.04.2011 23:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Vater ist verstorben – 2. Ehe 1982 geschieden – Urteil zur Ehewohnungsregelung nach DDR-Recht sagt aus, dass der Vater Grundstück u Haus behält u die Frau ausgezahlt wird – leider wurde das nie im Grundbuch geändert – jetzt ist der Erbfall eingetreten u der 2. Frau steht hälftig das Grundstück (in den neuen Bundesländern!) zu ? Wie müssen die Erben des Vaters ( 4 Kinder) handeln ?

Sehr geehrter Fragesteller,

stimmt der Inhalt des Grundbuchs nicht mit der wahren Rechtslage überein, hat der wirkliche Eigentümer einen Berichtigungsanspruch hinsichtlich des Grundbuchs. Der unberechtigt Eingetragene muss dieser Berichtigung zustimmen. Weigert er sich, kann die Zustimmung durch Urteil erwirkt werden.

Die Kinder als wirkliche (neue) Eigentümer des Grundstücks sollten daher die 2. Ehefrau (oder deren Erben) auffordern, der Berichtigung des Grundbuchs zuzustimmen. Wird die Zustimmung nicht erteilt, können die Kinder die Zustimmung durch Urteil erwirken.

Ich rate dazu, bereits jetzt einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit der Vertretung der Erben zu beauftragen um die Ansprüche durchzusetzen. Dieser kann nach Sichtung aller Unterlagen die notwendigen Schritte zur Durchsetzung der Forderungen einleiten.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2011 | 06:25

Na ja - aber alle gehen davon aus, dass IHR das Grundstück hälftig gehört ( "was im Grundbuch steht, ist Gesetz"). Wie sehen Sie das ? Sie ist doch schon mal ausgezahlt worden und letztlich nur durch Versehen/Nachlässigkeit noch im Grundbuch ( - zu DDR-Zeiten nahm man das nicht so ernst)

Vielen Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2011 | 07:33

Sehr geehrter Fragesteller,

richtig ist, dass es eine Vernutung dafür gibt, das derjenige der im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist, auch Eigentümer des Grundstücks ist; § 892 BGB.

Dies kann aber widerlegt werden mit der Folge das das Grundbuch berichtigt werden muss; § 894 BGB.

Nach Ihrer Schilderung gab es ein Urteil hinsichtlich des Eigentums am Grundstück und dem Haus. Nach § 29 Zivilgesetzbuch der DDR kann der Eigentumserwerb auch ohne Eintragung im Grundbuch erfolgen:

§ 29 ZGB der DDR:
Wird das Eigentum auf Grund der Entscheidung eines Gerichts, eines Staatlichen Notariats oder eines anderen staatlichen Organs erworben, tritt der Erwerb mit dem Zeitpunkt ein, der in der Entscheidung bestimmt ist, und wenn kein Zeitpunkt bestimmt ist, mit dem Tage der Rechtskraft der Entscheidung.

D.h. die Eigentumsübertragung erfolgte durch das Urteil, mit der Folge das der Vater Alleineigentümer des Grundstücks wurde und damit die wirkliche Rechtslage der Rechtslage im Grundbuch widerspricht. Daher besteht ein Anspruch auf Berichtigung.

Ob die Eigentumsübertragung durch das Urteil zur Ehewohnungsregelung letztendlich erfolgt ist, oder die Ansprüche aus anderen Gründen bestehen, kann jedoch erst nach Kenntnis des Urteils und aller Umstände beurteilt werden. Daher mein obiger Hinweis, bereits jetzt einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu beauftragen um nicht etwaige Ansprüche zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 12.04.2011 | 08:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"die 2. Antwort hat mir dann weitergeholfen, wahrscheinlich habe ich aber auch anfangs zu dämlich gefragt"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 12.04.2011 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67854 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
RA Winkler beleuchtete meine Frage in allen Aspekten gründlich, schnell und professionell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Geike ist gut auf meine Frage eingegangen und hat diese verständlich beantwortet. Zudem hat er auch meine Nachfrage bestens beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank nochmals. Damit fällt mir ein Stein vom Herzen. Als Rentner mit Aufstockung hätte ich eine Nachzahlung von mehreren Jahren nicht begleichen können. ...
FRAGESTELLER