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Erbengemeischaft/geschützes Testament


06.09.2005 18:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Die Fakten:
- Vorhanden sind ein schuldenfreies Zweifamilienhaus, ein Baugrund und landwirschaftlich verpachtete Flächen, Wert ca. 250.000 Euro (noch nicht offiziell geschätzt!)
- Meine Eltern (leben beide noch !)haben Gütergemeinschaft vereinbart
- 4 Kinder, davon eine Schwester 100 % schwerbehindert und Pflegestufe 2
- Meine Mutter leistet zur Zeit noch die Pflege, doch meine Schwester wird über kurz oder lang in ein Pflegeheim müssen

Das Ziel:

Alle 4 Kinder sollen gleich erben, wobei ich(der Bruder) ein Wohnrecht bekommen soll !

Die Fragen:

- Gibt es für meine Eltern die Möglichkeit für meine behinderte Schwester ein geschützes Testament zu machen, damit das Sozialamt keinen Zugriff hat ?
- Falls es diese Möglichkeit nicht gibt, wie kann das Sozialamt am besten aussen vor gehalten werden ?

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Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Ihrer Schwester ein geringeres Erbe zuzuwenden. Allerdings ist zu beachten, daß Ihrer Schwester zumindest der Pflichtteil (1/8 des wertmäßigen Erbes)zusteht, der daher auch nicht dem Zugriff des Sozialamtes entzogen werden kann.

Wenn Ihre Schwester über das Pflichtteil hinaus einen Anteil an dem Erbe erhalten soll ohne daß das Sozialamt hierauf zugreifen können soll, bietet es sich oftmals an, etwa mit entsprechenden Auflagen für die anderen Erben zu arbeiten. Dies bedarf jedoch einer sorgfältigen Beratung im Einzelfall.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2005 | 19:36

Wie errechnen Sie als Pflichteil ein Achtel für meine behinderte Schwester ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.09.2005 | 19:46

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Nach dem Tod des letzten Elternteils wären gesetzliche Erben die vier Kinder zu je gleichen Teilen, jedes Kind hätte also einen gesetzlichen Erbteil von 1/4. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte hiervon, also 1/8.

Nach dem Tode des ersten Elternteils wären gesetzliche Erben der überlebende Elternteil zu 1/2 (falls keine Gütertrennung besteht), die vier Kinder hinsichtlich des anderen 1/2-Anteils zu gleichen Teilen, mithin zu 1/8, so daß hier der Pflichtteil die Hälfte von 1/8, also 1/16 beträgt.(gemessen nicht am Vermögen der Eltern, sondern nur am Vermögen des verstorbenen Elternteils).

Unterstellt, dass der überlebende Elternteil das behinderte Kind noch weiter pflegen kann (die Verjährungfrist für Pflichtteile beträgt drei Jahre), bleibt also "problematischer" Pflichtteil in aller Regel nur der Pflichtteil nach dem Tode des zweiten Elternteils, bei insgesamt vier Kindern also 1/8.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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