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Erbengemeinschaft/Zwangsversteigerung


24.01.2007 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bin Mitglied einer Erbengemeinschaft, zu deren Aktiva eine Immobilie gehört. Auf der Passivseite stehen div. Verbindlichkeiten, die sich auch aus erheblichen Leistungen meinerseits rekrutieren, die gegenüber dem Erblasser wg. dessen Schwerstpflegebedürftigkeit erbracht worden sind. Dazu hatten die übrigen Mitglieder der Erbengemeinschaft zu Beginn, während und nach Tod des Erblassers Erbverzichte verkündet (auch vor Zeugen!), um ihre eigene Untätigkeit bis Ignoranz gegenüber dieser Situation zu nivellieren. Einige Zeit später waren diese Aussagen dann "Schnee von gestern" und ich sehe mich nun konfrontiert mit uneingeschränkten Forderungen gegen den Nachlass. Diese werden in allen denkbaren, abgründigen Facetten betrieben. Hierzu gehört auch die mehrfach angedrohte Zwangsversteigerung der Immobilie, soweit ich einem Verkauf nicht zustimme bzw. dafür alternativ nicht den vollen Wert selbst entrichte. Anzufügen ist, daß die Leistungen meinerseits zugunsten des Erblassers bzw. auch Auslagen für den Nachlass annähernd dem Wert der Immobilie entsprechen. Den überdies differenten Betrag habe ich letztendlich in doppelter Höhe den übrigen Parteien angeboten. Von dort aus wird jedoch alles abgelehnt und der gestzliche Anteil in voller Höhe verlangt - insoweit liegt bis dato kein Testament vor.

Ein Verkauf bzw. Versteigerung der z.Zt. leerstehenden Immobilie (bin wg. des Streits vorerst dort ausgezogen), widerspricht dem mir und auch den übrigen Parteien bekannten Willen des Erblassers, der auch unparteiischen Zeugen bekannt ist. Allerdings ist dieser nicht schriftlich festgehalten, von daher wohl auch formalrechtlich irrelevant. Dennoch ist mir daran gelegen, diesen Willen möglichst umzusetzen, wobei ich deswegen nicht auf Ausgleich meiner Leistungen u. Auslagen verzichten will. Ich bin also gezwungen, diese durch gerichtliche Klage versuchen geltend zu machen. Zuvor jedoch die Immobilie pauschal zu kaufen und damit meinen Anspruch zunächst vollständig zwischenzufinanzieren, ist für mich gegenwärtig nicht realisierbar. Zudem ist nicht absehbar, zu welchem Ergebnis die Klage letztendlich führen wird.

Meine Frage - Ist der Wille des Erblassers zur Immobilie in irgendeiner Form rechtsrelevant, soweit dafür Zeugenbeweis erbracht werden kann. Vor allem aber - besteht die Möglichkeit, bei Einleitung bzw. während des Zwangsversteigerungsverfahrens Einspruch einzulegen und das Nachlassgericht zunächst die Verbindlichkeiten gegen den Nachlass feststellen zu lassen. Ein Verkauf der Immobilie wäre somit zulässig über diesen Zeitraum blockiert und ich könnte nach Entscheidung des Gerichts anders agieren hinsichtlich deren Übernahme.

24.01.2007 | 19:06

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

1. Rechtsrelevant kann der Wille durchaus z. B. im Sinne einer Bedingung sein, wenn der Wille auch Anklang findet im Testament. Im Rahmen der Testamentsauslegung kann auch auf außerhalb des Testaments gelegene Urkunden oder auch Zeugen zurückgegriffen werden. Findet sich aber kein Hinweis im Testament, ist der dahingehende Wille unbeachtlich.

2. An dem im Rahmen der Teilungsversteigerung erlösten Geld setzt sich die Gemeinschaft fort. Sofern sich die Miteigentümer nicht über eine Auszahlung (beispielsweise entsprechend ihren Anteilen) einigen, wird der Erlös hinterlegt. Dann besteht hinreichend Zeit, Ihre Gegenforderungen geltend zu machen. Die Übernahme selbst werden Sie aber nicht verhindern können.


Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2007
mail(at)<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Gerade geringfügige Modifikationen des Sachverhalts können völlig abweichende rechtliche Ergebnisse bedingen! Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2007 | 19:11

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

besten Dank für Ihre Antwort.

Zur Präzisierung - es besteht keine Möglichkeit für mich, einen jetzigen Verkauf oder Einleitung/Durchführung über Zwangsversteigerung der Immobilie dadurch zu blockieren, daß zunächst mittels Nachlassgericht die Forderungen gegen den Nachlass festgestellt werden, die Immobilie also über diesen Zeitraum "unantastbar" ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2007 | 20:50

Danke für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworten möchte. Ich sehe insoweit keine Möglichkeit, nein. Aber ggf. sollten Sie das Testament von einem Kollegen Ihres Verrtauens vor Ort für etwaige Rettungsmöglichkeiten bzgl. der Veräußerung prüfen lassen (Teilungsanordnung an Sie?) oder dgl.

Hochachtungsvoll

ANTWORT VON

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