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Erbengemeinschaft - persönliche Situation

14.03.2019 15:31 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater ist 2003 gestorben und hat meiner Schwester (1/4), mir (1/4) und meiner Mutter (1/2) von seinem Haus vererbt.

Das Haus ist groß und hat so zusagen 3 Wohnungen - 2 gleich und eine Dachwohnung. Meine Schwester hat eine Wohnung im Jahr 2010 renoviert (2 Jahre gebraucht, viel selber gemacht) für 80.000 Euro (sagt sie) davor wurde die Wohnung vermietet an eine Bekannte für ca. 450 Euro.

Da ich jetzt wieder zurück gezogen bin (unters Dach) habe mir hier eine Küche eingebaucht - werde ich ab Nov 2018 monatliche Nebenkosten bezahlen sowie einen Betrag für das Haus für anfällige Arbeiten. Ich habe seit 2010 nicht mehr zuhause gewohnt, meine Schwester hat also in der Zeit von 2010 monatlich kosten fürs Haus bezahlt die sie wenn das Haus mal verkauft werden sollte oder wir es in 3 Wohnungen vermieten lassen, zurück möchte, da es den Wert am Haus gesteigert hat (Keller abdichten, Haus streichen, etc. ) Das verstehe ich auch - wie ist hier die rechtliche Lage?

Sie und ihr Freund haben die größte Wohnung und damals alles renoviert - aber auch vieles einfach nur weil sie es neu haben wollten (Fussboden, Fensterbänke...).Neue Fenster und Leitungen wurden gelegt die ja eigentlich einen Mehrwert haben für das ganze Haus.

Von den 80.000 € die sie investiert hat möchte sie auch dann einen Teil zurück haben, jedoch wohnt sie in der Wohnung und zahlt keine Miete.

Jetzt stelle ich mir die Frage wie es wäre wenn wir die Wohnung vermietet hätten? Kann ich da irgendwie anrechnen die Zeit wo sie in der Wohnung wohnt und wir als "Erbengemeinschaft" keine Mieteinnahmen haben? Da ich so wie ich sehe ihr alles zurück zahlen soll und sie dann aber kostenlos das Haus genutzt hat und mietfrei gewohnt hat, was ich nicht wirklich fair finde - da wir die Wohnung auch vermieten hätten können.

Welche Rechte habe ich hier? Ich möchte nicht auf allen Kosten sitzen bleiben und meine Schwester bekommt Geld und hat Jahre lang mietfrei gelebt in unserer Erbengemeinschaft.




14.03.2019 | 17:36

Antwort

von


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sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Für das mietfreie Nutzen der Immobilie können Sie eine angemessene Nutzungsentschädigung verlangen. Diese stünde ihnen dann zu einem Viertel zu. Allerdings können sie nicht für die gesamte Zeit diesen Anspruch geltend machen, viel mehr gilt hier eine dreijährige Verjährungsfrist.

Investitionen in die Immobilien sind stets durch Beschluss der Erbengemeinschaft zu bestätigen. Nur Maßnahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung können von eine mit Erben alleine getroffen werden. Maßnahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung wären solche die dazu dienen einen Schaden vom geerbten Objekt abzuwenden.

Darüber hinausgehende Investitionen die zu einer reellen Wertsteigerung des Objektes führen, können vom Investierenden allenfalls bereicherungsrechtlich geltend gemacht werden. Das bedeutet, dass auch tatsächlich eine Bereicherung vorliegen muss. Dies ist nicht der Fall wenn kein Verkauf erfolgt und Sie die Verbesserungen auch nicht selbst nutzen.

Problematisch ist in Ihrem Fall allerdings, dass Ie die Situation offen bar hingenommen haben. Dies kann als Zustimmung gewertet werden. In diesem Fall müssten Sie die Investitionen tatsächlich mit ersetzen (eben zu 1/4).

Allerdings können Sie als Mitglied der Erbengemeinschaft auch den Verkauf der Immobilie verlangen (Auseinandersetzung). Dies stellt in aller Regel für die bewohnende Partei eine derartige Belastung dar, dass die weiteren Verhandlungen etwas weniger rigoros geführt werden können. Es besteht allerdings das Risiko, dass das persönliche Verhältnis leidet. Eine einvernehmliche Lösung zu finden, dürfte hier im allseitige Interesse liegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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