Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
483.948
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbengemeinschaft im Insolvenzverfahren mit bereits erteilten Restschuldbefreung


29.10.2015 16:43 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Insolvenz hinter mir.
Am 16.04.2015 wurde durch das Gericht die Restschuldbefreiung erteilt (BGH IX ZB 247/08). Nachträgliche Beschwerden sind nicht eingegangen.

In dem letzten Jahr, vor der Erteilung der Restschuldbefreiung hat mir meine Oma ein Waldgrundstück überschrieben (laut Hinweis in dem Grundstückübergabevertrag haben hier Ihre 3 Kinder noch bis 10 Jahre Anspruch auf den Wald).

Dieser Wald ist ein Erbengemeinschaft und es sind noch drei weitere Erben beteiligt, wobei ganz klar definiert ist das 1/2 mir gehört.

Heute zum 29.10.2015 habe ich ein Schreiben einer Immobilienverwertung erhalten, das ich Auskünfte geben soll zur Verwertung. Ist das so möglich, nach der erteilten Restschuldbefreiung? Wie würde es den Miterben ergehen? Sie möchten weder kaufen noch verkaufen! Zudem ist anzumerken das meine Ehefrau 1/4 des anderen Teils einer damaligen Miterbin abgekauft hat. Meine Frau wird auch nicht verkaufen. Kann ich meinen Anteil an meine Ehefrau verkaufen? Habe ich mitwirkungspflicht nach Restschuldbefreiung und kann es noch Auswirkung auf mein Insolvenzverfahren haben?

Besten Dank und freundliche Grüsse
Sehr geehrter Fragesteller,

leider kann Ihre Frage ohne Kenntnis des Schreibens der Immobilienverwertung nicht vollständig beantwortet werden. Daher bitte ich Sie, mir dieses Schreiben als Scan an meine hier hinterlegte Email-Adresse zuzusenden. Vielen Dank dafür bereits an dieser Stelle.

Damit Ihnen durch diese Rückfrage die kostenlose Nachfragefunktion nicht verloren geht, werde ich nach Erhalt der Unterlage im Rahmen einer Ergänzung meiner Antwort Stellung nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2015 | 13:49

Guten Tag, ich habe Ihnen das Schreiben zugestellt. Zudem ist die Frage:

1. Der Wald wird von der Verwaltung komplett als verkauf angeboten! Darf das ganze Grundstück veräussern werden, da laut Grundbuch ich nur Inhaber eines 1/2 Teil bin? Andere Teil Miterben. (Teilversteigerung).
2. Besteht hier aufgrund MiterbenImehrerer Inhaber ein Vorverkaufsrecht? Haben Sie diese Informiert?
3. Besteht Gefahr durch spätere Klagen des Verkaufen an mir selbst? -> Vertragliches Rücktrittsrecht des Grundstückübergabevertrages mit Auflassung / Pflichtteilsrechten gemäss § 2325 BGB
5. Besteht eine Frist der Veräusserung?
6. Wann wird von einer Veräusserung abgesehen? Bisher entstehen nur Kosten für die Insolvenzmasse.


Besten Dank und freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2015 | 14:09

Hallo

und vielen Dank für die Unterlage. Da sich aus dieser nichts Abweichendes ergibt, gilt grundsätzlich, dass es nicht auf die erteilte Restschuldbefreiung, sondern auf die Aufhebung des Insolvenzverfahrens ankommt. Denn erst mit dieser entfällt der Insolvenzbeschlag. Dass ein Insolvenzverfahren länger dauert als die Restschuldbefreiungsphase ist auch nicht völlig ungewöhnlich, da es immer wieder Fälle gibt, in dem der Schuldner über einen schwer verwertbaren VErmögensgegenstand verfügt (z.B. ein altlastenverseuchtes Grundstück), das Verfahren aber erst nach _vollständiger_ Vermögensverwertung aufgehoben werden kann.

Wenn der Wald nur in Ihrem Miteigentum zu 1/2 steht, kann auch nur dieser Miteigentumsanteil veräußert werden.

Ein gesetzliches Vorkaufsrecht für die Miterben besteht nicht.

Eine Frist für die Veräußerung besteht nicht.

Von einer Veräußerung wird idR dann abgesehen, wenn der VErmögensgegenstand wertlos ist.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60938 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Bohle hat unmißverständlich und ausführlich Klärung zu der gestellten Frage herbeigeführt. Die Beantwortung einer Nachfrage erfolgte umgehend in der selben guten Qualität. Herr Bohle ist aus dieser Erfahrung uneingeschränkt ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle, freundliche und ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche und sehr kompetente Antwort! ...
FRAGESTELLER