Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.757
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbengemeinschaft- ein Erbe nicht erreichbar

20.10.2017 11:35 |
Preis: 48,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


20:06
Meine Schwiegermutter bewohnt ein Einfamilienhaus in Erbengemeinschaft. Sie hat 2 Kinder, meine Frau und deren Schwester. Ihr Mann ist vor ca.15 Jahren verstorben. Sie ist inzwischen auch weit über 60 und kann das Grundstück nicht mehr alleine bewirtschaften. Sie würde es aufgeben, sprich verkaufen, aber da kommt die Erbengemeinschaft ins Spiel.
Der 2. Erbe wurde von uns vor ein paar Jahren, nach langer Recherche, in den USA ausgemacht. Er wußte von dem Haus nebst Grundstück vorher garnichts, weil der eigentliche Erbe längst verstorben war, und er diesen wohl nie darüber informierte.
Auf Grund unseres aufgebauten Kontaktes, kam er dann mal nach Deutschland, um sich das Grundstück anzusehen. Er ließ sich dann aktuell ins Grundbuch schreiben, und verschwand wieder.
Um das Haus nun aus oben besagten Grund zu veräußern, wandten wir uns nochmals an Ihn, um eine Lösung zu finden. Wir haben seit dem, ca. einem Jahr, nichts wieder von Ihm gehört.
das Haus müßte dringend saniert werden, was meine Schwiegermutter aber finanzieil nicht kann und auch nicht mehr will. In unserer Familie besteht auch kein weiteres Interesse an diesem Haus. Wir möchten es lieber heute als morgen veräußern (Marktwert vielleicht 10000-15000€).
Wie kommt man in der Sache vorran, wenn der Erbe in Amerika sich nicht meldet?
Mit freundlichen Grüßen
T.R.
20.10.2017 | 12:18

Antwort

von


(160)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Änderungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen können.

Ihre Schwiegermutter befindet sich in einer Erbengemeinschaft mit einem namentlich bekannten, aber nicht auffindbaren anderen Erben. Eine Erbengemeinschaft ist immer auf Auseinandersetzung gerichtet.
Ihre Schwiegermutter hat dem Grunde nach 2 Möglichkeiten:

1. Erbteil verkaufen (nur der Vollständigkeit halber):
Sie kann ohne weiteres Ihren Erbteil an einen unbeteiligten Dritten verkaufen. Dieses Geschäft bedarf der notariellen Beurkundung. Außerdem hat der Miterbe ein Vorkaufsrecht. Wird diesem nicht mitgeteilt, dass ein Verkauf ansteht, so macht Ihre Schwiegermutter sich schadensersatzpflichtig. Das löst also Ihr Problem mit der Unauffindbarkeit nicht. Außerdem stellt sich die Frage ob sich angesichts der Rechtslage ein Käufer findet.

2. Erbauseinandersetzung beantragen:
Ihre Schwiegermutter kann vor dem zuständigen Gericht die Erbauseinandersetzung/ bzw. die Zwangsversteigerung beantragen. Hierfür ist die Mitwirkung aller Erben notwendig. Da ein Erbe zwar namentlich bekannt aber nicht auffindbar ist, kann hier eine Abwesenheitspflegschaft (§ 1911 BGB) beantragt werden. Der Abwesenheitspfleger nimmt dann die Rechte des Abwesenden wahr. Eine Auseinandersetzung kann erfolgen.

Ich empfehle Ihnen allerdings sich hier von einem Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Sollten Sie hierfür meine Unterstützung wünschen, können Sie mich gerne per Email kontaktieren.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2017 | 19:13

Sehr geehrter herr Krueckemeyer,
sie schreiben ganz am Anfang, daß eventuelle Änderungen am Sachverhalt zu einer ganz anderen Beurteilung kommen kann. Das möchte ich natürlich vermeiden, deshalb noch etwas präzesieren. Der andere Erbberechtigte und meine Schwiegereltern haben dieses Grundstück in den 70er Jahren gekauft, also nach DDR-Recht. (Kann ja wichtig sein?).
Der Erbberechtigte ist uns nicht nur bekannt, sondern wir haben auch seine Adresse. Also unauffindbar sollte er da wohl nicht sein. Allerdings reagiert er eben nicht auf Briefe. Er war, als er sich das Haus ansah auch schon über 70, vielleicht ist er inzwischen auch verstorben. Wir wissen es nicht. Wie gesagt, ob er als unauffindbar gilt, wenn die Adresse bekannt ist, müssen Sie entscheiden. Auf Ihre Antwort eingehend, kann wohl nur die 2. Möglichkeit in Frage kommen. Wer sollte freiwillig unter diesen Umständen in eine Erbengemeinschaft gehen?
Wir vermuten, weil ich Ihn an den Kosten einer anstehenden Renovierung und vor allem auch den laufenden Unterhaltskosten beteiligen wollte, sich nun nicht mehr meldet.
Wenn ich mit Ihnen das mit der Abwesenheitspflegschaft machen würde, übernimmt das dann meine Rechtschutzversicherung oder muß meine Schwiegermutter eine haben? Meine Frau gehört doch nach dem Tod ihres Vaters auch schon ein Anteil am Grundstück. Somit müßte da nicht meine Rechtschutzversicherung (abgeschlossen für mich und meine Familie) auch einspringen? Falls das so ist, würde ich Ihnen den Auftrag gerne erteilen. das müßte aber im Vorfeld geklärt werden.
Mit freundlichen Grüßen
T.R.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2017 | 20:06

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage.

Das DDR- Recht dürfte hier keine Rolle spielen.

Ob der andere Erbe als unauffindbar gilt kann leider nicht Ihr Anwalt entscheiden. Die Entscheidung ergeht durch das Gericht. Sie müssten lediglich den Antrag stellen. Meines Erachtens sind hier die Erfolgsaussichten aber sehr gut eine Abwesenheitspflegschaft zu erreichen.

Gerne werde ich Sie im weiteren Verfahren unterstützen. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist Ihre Frau Teil der Erbengemeinschaft. In diesem Fall müsste eben Sie und nicht Ihre Mutter den Antrag auf Auseinandersetzung stellen. Wenn Sie mich via Email kontaktieren und mir die notwendigen Unterlagen zukommen lassen, werde ich gerne eine Deckungsanfrage an Ihre Rechtsschutzversicherung stellen. Wir können zuvor für den Fall der Ablehnung der Kostenübernahme eine zurückhaltende Vergütungspauschale vereinbaren.

Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen
ANTWORT VON

(160)

Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Erbrecht, Reiserecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64106 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt war sehr Kompetent! Er hat mir sehr geholfen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles war für mich in Ordnung. Schnell und in einer verständlichen Ausdrucksart. Super - so soll es sein. Danke ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde ausführlich beantwortet und es wurde eine neue Möglichkeit aufgezeigt, diesen "Fall" evtl zu lösen. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER