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Erbengemeinschaft bei Geld und Wertpapieren

| 19.03.2009 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Jemand vererbt an zwei Erben zu je 50 % seine Bankguthaben und Wertpapiere. Weitere Dinge wurden nicht vererbt. Im Rahmen der Nachlassabwicklung werden die Bankguthaben des Erblassers und der Bestand der Wertpapiere jeweils hälftig auf die eigenen Konten der Erben übertragen.

Ist damit die "Erbengemeinschaft" in Bezug auf das Buchgeld und die Wertpapiere bereits aufgelöst? Ich denke ja, denn Geld und Wertpapiere kann man ja (im Gegensatz zu anderen, einzelnen Vermögensgegenständen) leicht - so wie hier geschehen - teilen. Jeder Erbe hat jetzt das Geld auf seinem eigenen Girokonto bzw. die Wertpapiere in seinem eigenen Wertpapierdepot. Ich finde nur keine klare Rechtsgrundlage hierfür im BGB, dass die Erbengemeinschaft nun aufgelöst ist. Daher wollte ich noch einmal gerne nachfragen, ob meine Annahme zutrifft und insbesondere wie man es juristisch herleitet, dass die Erbengemeinschaft damit bereits aufgelöst wurde. Weitere Dinge sind nicht vererbt worden. Vielen Dank für die Hilfe!

Sehr geehrter Freagesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Ihre Annahme ist zutreffend:
Gem. § 2042 II BGB (Auseinandersetzung) finden die u. a. die Vorschriften der §§ 750 bis 758 BGB Anwendung.
In § 752 BGB ist geregelt, dass die Aufhebung der Gemeinschaft in Natur erfolgt, wenn der gemeinschaftliche Gegenstand sich ohne Verminderung des Werte in gleichartige, den Anteilen der Inhaber entsprechende Teile zerlegen läßt.
Hierunter fällt auch Geld und Wertpapiere (soweit eine Stückelung möglich ist).
2. Durch die Teilung der Vermögensgegenstände ist die Aufhebung der Gemeinschaft vollzogen (Kommentierung in Palandt, Kommentar zum BGB, § 752 BGB).

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.03.2009 | 01:08

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