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Erbengemeinschaft: Wer zahlt laufende Kosten des Hauses?

28.09.2008 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Mann und seine beiden Töchter jetzt 22 und 18 Jahre bilden die Erbgemeinschaft. Die leibliche Mutter der Mädchen starb 1998 und hinterließ kein Testament. Mein Mann versuchte das Haus für die Kinder zu halten. Die Verbindlichkeiten bei der Bank belaufen sich auf 247500.-€.
Die Ältere Tochter ist mit der Berufsausbildung fertig und hat jetzt eigenes Einkommen, die Jüngere hat 2005 den Hauptschulabschluß gemacht und sich seitdem um nichts gekümmert (Praktikum. Berufvorbereitendes, QUAS) Zu sämtlichen anstehenden Terminen haben mein Mann und ich das Mädchen begleitet. Im Sommer 2007 fing sie eine berufsvorbereitende Schule an, die sie am 05.12.2007, einen Tag nach ihrem 18. Geburtstag willkürlich abgebrochen hat.
Seitdem lebt sie bei einer Freundin in Bayern, wo sie staatliche Leistungen beantragt hat.
Meine Frage nun :
Haben sich die Mädchen an den laufenden Kosten ( Hypothek, Grundsteuer, Müllgebühren ect.) zu beteiligen? Im Grundbuch sind mein Mann und beide Mädchen eingetragen.
Vielen Dank

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Die zwischen Ihrem Mann und dessen Töchtern bestehende Erbengemeinschaft stellt eine sog. Gesamthandsgemeinschaft dar.

Hinsichtlich der Verwaltung des Nachlasses regelt § 2038 BGB die Anwendung des § 748 BGB. Dieser besagt, dass jeder Teilhaber den anderen Teilhabern gegenüber verpflichtet ist, die Lasten des gemeinschaftlichen Gegenstandes sowie die Kosten der Erhaltung, der Verwaltung und einer gemeinschaftlichen Benutzung nach dem Verhältnis seines Anteils zu tragen. § 748 BGB gilt, sofern keine abweichende Regelung getroffen worden ist. Dies ist auch konkludent möglich.

Lasten sind die auf der Sache oder dem Recht liegende Verpflichtung zu Leistungen, die aus der Sache oder dem Recht zu entrichten sind und den Nutzungswert mindern. Kosten sind vermögensmindernde Aufwendungen zur Erhaltung (z.B. Bedienung der Hypothek), Verwaltung und Benutzung, wenn sie gemeinschaftlich sind.

Insofern ist von einer Kostenbeteiligung entsprechend ihres Anteils hinsichtlich der Hypothek und der Grundsteuer auszugehen.

Hinsichtlich laufender Kosten wie Müllabfuhr u.a. ist entscheidend, durch wen diese verursacht werden. Bewohnt ein Teil der Erbengemeinschaft allein das Haus, so hat dieser die Kosten der Benutzung, z.B. die Müllgebühren, zu tragen. Ist das Haus vermietet und der Vermieter ist verpflichtet, in Vorleistung zu gehen, kann eine gemeinschaftliche Kostentragungspflicht angezeigt sein.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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