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Erbengemeinschaft - Verkauf Immobilie


20.01.2018 14:53 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Nach dem Tod des Ehemanns erbten die Ehefrau und 3 Kinder ein Haus. Ein Testament gab es nicht und das Ehepaar lebte in Gütergemeinschaft. Die Ehefrau erbte die Hälfte und die Kinder jeweils 1/6 des Nachlasses. Die Witwe möchte nun das Haus verkaufen. Meine Frage ist nun, ob sie dies kann auch wenn eines der Kinder mit dem Verkauf nicht einverstanden ist.
20.01.2018 | 15:32

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Eine Erbengemeinschaft ist auf Auseinandersetzung gerichtet. Jeder Erbe kann seinen Erbteil verwerten. Allerdings sind hieran Voraussetzungen geknüpft. Ich nenne Ihnen im folgenden summarisch die Möglichkeiten, wie die Ehefrau mit Ihrem Erbe umgehen kann.

1. Sie könnte eine Teilungsvereinbarung (Auseinandersetzungsvertrag) schließen. Da in Ihrem Fall eine Immobilie involviert ist müsste dieser Vertrag notariell beurkundet werden. Eine Vereinbarung über die Quote oder ähnliches spült allerdings noch kein Geld in die Kasse. Gerade bei den Verkaufsmodalitäten besteht ja Uneinigkeit, sodass diese Möglichkeit ausscheiden dürfte.

2. Jeder Erbe kann seinen Erbteil an einen der anderen Erben übertragen (notarielle Beurkundung erforderlich). Diese Übertragung kann entgeltlich erfolgen. Diese Möglichkeit hat den charmanten Vorteil, dass der erwerbende Erbe letztendlich in aller Ruhe als Vollerbe agieren kann.

3. Sie könnten Ihr Erbteil aufgeben (nur der Vollständigkeit halber um alle Möglichkeiten zu nennen die Erbengemeinschaft aufzulösen.)

4. Der Erbteil kann auch an Dritte verkauft werden. Die anderen Erben haben dann allerdings ein Vorkaufsrecht (notarielle Beurkundung erforderlich).

5. Das Nachlassgericht kann eine Vermittlung zwischen den Erben übernehmen. Das Nachlassgericht kann aber nur von allen gemeinsam angerufen werden.

6. Wenn alle zustimmen kann auch ein Schiedsverfahren durchgeführt werden.

7. In vielen Fällen empfiehlt sich auch eine Mediation zwischen den Beteiligten, gerade weil man als Familie ja weiter zusammen gehört und sich immer wieder trifft (und sich auch nur schlecht ausweichen kann).

8. Streitige Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Alle Nachlassgegenstände werden nach den Vorschriften des Pfandverkaufs im Wege der öffentlichen Versteigerung verkauft (bei Grundstücken nach den Regeln der Zwangsversteigerung). Der Erlös wird dann entsprechend der Erbquoten aufgeteilt. Sollten die Erbquoten ebenfalls streitig sein käme dann eine Teilungsklage in Betracht.

Diese Variante ist die (emotional) einfachste und teuerste. Nerven kosten alle Möglichkeiten. Je nachdem wie verfahren die Situation bereits ist empfehle ich Ihnen (als Mediator nicht weiter verwunderlich) eine Mediation. Gerade in Familien liegen die Gründe für ein nicht nachvollziehbares Verhalten oftmals in ganz anderen Situationen. Durch eine Mediation können diese Probleme bearbeitet werden. Keine andere der einvernehmlichen Lösungen kann dies leisten. Zu guten Erfolgen führt erfahrungsgemäß aber auch ein Schiedsverfahren vor einer fachlich geeigneten Stelle.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Sollten Sie in diesem Fall anwaltliche (oder mediative) Unterstützung wünschen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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