Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbengemeinschaft - Teilungsversteigerung

| 05.08.2020 14:33 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


18:44
Eine Erbengemeinschaft ist Eigentümer von 2 Grundstücken.

Ist eine Auflösung der Gemeinschaft für nur eines dieser Grundstücke durch eine Teilungsversteigerung unter Beibehaltung der Gemeinschaft für das andere Grundstück möglich, oder kann die Gemeinschaft nur insgesamt für beide Grundstücke aufgelöst werden?

Macht es einen Unterschied, ob die beiden Grundstücke getrennt sind oder unmittelbar benachbart, also eine gemeinsame Grenze haben?
05.08.2020 | 15:15

Antwort

von


(1706)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst zu Ihrer letzten Frage ("Macht es einen Unterschied, ob die beiden Grundstücke getrennt sind oder unmittelbar benachbart, also eine gemeinsame Grenze haben?"):

Nein, das macht keinen Unterschied, wenn zwei unterschiedliche (und damit rechtlich zu trennende) Grundstück vorliegen. Dann spielt es keine Rolle, ob die benachbart sind oder nicht.

Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft ist im ganzen geschuldet und kann jederzeit von jedem Miterben verlangt werden.
Nichtsdestotrotz kann man durchaus das auch teilweise vollziehen.

Hier die verschiedenen Möglichkeiten:
Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft kann zunächst durch Erbteilsübertragung erfolgen. Dies geschieht unabhängig davon, ob der Nachlass Grundeigentum umfasst. Die Erbteilsübertragung bedarf dabei immer grundsätzlich der notariellen Beurkundung.

Die Nachlassteilung kann weiter durch einen schuldrechtlichen Auseinandersetzungsvertrag erfolgen. Dieser Vertrag ist nur dann beurkundungspflichtig, wenn eine Verpflichtung zur Übertragung eines Grundstücks oder z. B. GmbH-Anteilen enthalten ist.

Vom Bundesgerichtshof anerkannt gibt es daneben noch eine dritte Möglichkeit der Miterbenauseinandersetzung in Form der so genannten Abschichtung. Dabei gibt ein Miterbe seinen Teil an der Erbengemeinschaft gegen Zahlung einer Abfindung auf und wird aus der Erbengemeinschaft entlassen. Dies kann formfrei geschehen. Sie wird daher als die kostengünstigste Variante angesehen, da hier nur anwaltliche Beratung anfällt und nicht noch Notarkosten wie bei den anderen beiden Varianten. Die diesbezügliche Formfreiheit gilt selbst dann, wenn ein Grundstück zum Nachlass gehört. Nur wenn „als" Abfindung ein Grundstück übertragen werden soll, ist dafür die Beurkundungspflicht zu beachten.

Vertraglich könnte man so auch vereinbaren, dass hinsichtlich eines Grundstückes allein die Teilungsversteigerung betrieben wird, weil man sich zum Beispiel hinsichtlich diesen nicht einigen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 05.08.2020 | 15:54

Kann also ein Miterbe die Teilungsversteigerung eines Grundstücks betreiben, während die Gemeinschaft für das andere Grundstück erhalten bleibt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.08.2020 | 18:44

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Bewertung und ich antworte auf Ihre Nachricht gerne wie folgt:

Nur ausnahmsweise kann eine teilweise Auseinandersetzung hinsichtlich bestimmter Teile des Nachlasses (= ein Grundstück) verlangt werden, wenn besondere Gründe es rechtfertigen und die Belange der Erbengemeinschaft und der anderen Miterben nicht beeinträchtigt werden. das kann ich hier aber nicht erkennen.
Einer von mehreren Miterben kann grundsätzlich nicht verlangen, dass nur in Bezug auf ihn eine persönlich beschränkte Teilauseinandersetzung stattfindet, während die Erbengemeinschaft im Übrigen unter den anderen Miterben fortbestehen soll.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.08.2020 | 18:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr ausführliche und schnelle Antwort. Kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.08.2020
5/5,0

Sehr ausführliche und schnelle Antwort. Kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen.


ANTWORT VON

(1706)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht