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Erbengemeinschaft - Schenkung - Steuern

01.02.2019 18:08 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer



Folgender Fall :
in einer Erbengemeinschaft (Vater und drei Kinder)
sind mehrere Immobilien (Berliner Testament) vorhanden.

Eine Immobilie (Wert ca 500 000,-EUR) soll nun komplett auf einen der Erbengemeinschaft übertragen werden.

Ist es in diesem Fall besser eine Schenkung oder Abschichtung vorzunehmen ?bzw. gibt es eine bessere Alternative ?

Welche Freibeträge greifen ?
In welcher Höhe belaufen sich die Notarkosten?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Echte Schenkungen unterliegen der Schenkungssteuer. Hier gilt unter Geschwistern ein Freibetrag von 20.000 €. Bei Schenkungen von Eltern an Ihre Kinder gilt ein Freibetrag von 400.000 €. Umgekehrt liegt der Freibetrag bei Schenkungen von Kindern an Ihre Eltern bei 20.000 €. Die Schenkung insbesondere der Kinder untereinander ist demnach nicht sehr attraktiv.

Die Abschichtung ist eigentlich ein Rücktritt von Rechten. Das heißt, ein Mitglied der Erbengemeinschaft verzichtet auf ein Anrecht. Dies erfolgt in aller Regel nicht unentgeltlich. Sollte es unentgeltlich erfolgen, liegt im steuerrechtlichen Sinne eine Schenkung vor. Der Vorteil der Abschichtung ist, dass hierfür kein Notar benötigt wird. Dies gilt selbst dann wenn auf die Rechte an einem Grundstück verzichtet werden soll. Ein Notar ist nur dann erforderlich wenn als Gegenleistung eine Immobilie übergeben wird. (Dennoch wäre hier ein Notarvertrag schon aus Gründen der Beweissicherung absolut zu empfehlen).

Eine Alternative kann der Verkauf darstellen. Bei der Abschichtung muss immer die Gegenleistung im Blick behalten werden und es erfolgt häufig eine Auseinandersetzung nach dem Motto "Ich verzichte hier, du verzichtest da". Diese Methode führt erfahrungsgemäß langfristig häufig zu Zerwürfnissen, da sich eine Partei im Nachhinein doch schlecht behandelt fühlt. Bei Kaufverträgen (wo Geld fließt), ist die Sache für alle Beteiligten transparenter.

Die Kosten für eine notarielle Beurkundung bei der Übertragung von 500.000 € liegen bei 8.415,68 € zuzüglich Auslagen für Kopien und Porto. Bei mehreren kleinen Beurkundungen (Verträge mit jedem Beteiligten einzeln) sind die Kosten in der Summe höher.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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